14. Bürgerversammlung: Podiumsdiskussion „Endlich Klartext !?“ (Video)


29.03.2015 Der Umfang und die Geschwindigkeit der Sanierung – ein immer wieder kontrovers diskutiertes Thema, auch im Rahmen der Podiumsdikussion. Aber auch erstaunliche Hightlights, z.B.

  • 0:39:08 Bundeswehr schreibt der BI, die Bremer Behörden seien vollumfänglich informiert, daher brauch man nicht teilzunehmen. Dies ist den Bremer Behörden aber nicht bekannt!
  • 1:22:20 Vertreter des Bremer Umweltsenators lädt Bürgerinitiative und unabhängigen Experten zu gemeinsamen Gespräch mit den Gutachtern ein!
  • 1:37:05 anscheinend unklare Menge von scharfen Blindgängern in der Nähe der Tanks neben der Schule „In den Sandwehen“!

Hier das Video zur Podiumsdiskussion:

Video direkt bei YouTube ansehen…

Minutenprotokoll

Das Protokoll gibt die Beiträge nur grob inhaltlich und nicht immer im genauen Wortlaut wieder. Es soll zur Orientierung im Video dienen. Sollten Zusammenfassungen missverständlich sein, bitten wir um einen entsprechenden Hinweis.

0:00:20 Begrüßung durch Moderator Dr. Martin Busch
0:01:05 Film zur thematischen Einführung
0:07:18 Überleitung
0:08:40 Vorstellung der Teilnehmer
0:12:02 Frage: Wie lange hat die Anwohnerwarnung noch Bestand?
0:13:40 Frage: Grund zur Freude?
0:13:54 Linnert: Entgegengesetze Einschätzung: keine Ausbreitung der Schadstoffe
0:16:40 Frage: Hat die Grundwassersanierung wirklich begonnen?
0:17:00 Frage: Wieweit kennen die Umweltdeputierten den Stand?
0:19:20 Frage: Wie beurteilt der Experte die Sanierung?
0:21:42 Dipl.-Geol. Kafusehr: parallele Maßnahmen könnten die Sanierung Beschleunigen
0:22:25 Frage: wer müsste parallele Maßnahmen beauftragen?
0:22:35 Karfusehr: das Umweltamt Bremen
0:22:56 Frage: Wie beurteilt das Umweltamt diese Einschätzung?
0:23:06 Kumpfer: Grundwasserströmung war gar nicht Thema der Einladung
0:24:30 Kumpfer: der Prozess ist nicht zu beschleunigen
0:24:34 Frage: Empörung der BI bzgl. Aussage die Schadstofffahne sei geschlossen?
0:25:18 Pörtner: swb sieht diese Gefahr, nicht nur die BI
0:25:38 Frage: möchte die CDU die Grünen für diese Umweltpolitik kritisieren?
0:25:54 Imhoff (CDU): Das darf kein Wahlkampfthema sein. Die anwesenden Fachpolitiker sind keine Experten. Bei Bedenken swb 3, Gutachter beauftragen
0:27:03 Frage: Wird alles unternommen, um das Problem schnellstmöglich anzugehen?
0:27:22 Rupp (Die Linke): Verschmutzung wird verlangsamt, aber saniert wird noch nicht
0:29:20 Gottschalk (SPD): Bund ist in finanzieller Verpflichtung. swb beobachtet nur, hat sich aber nicht gemeldet. Dem muss nachgegangen werden.
0:30:34 Dr. Schäfer (Die Grünen): swb sieht die Gefahr. swb und Sanierer sollten an einen Tisch
0:31:36 Zwischenruf: Seit 2 Jahren wird nur diskutiert
0:31:58 Schäfer: alle Akteure sollten sich gemeinsam hinsetzen
0:32:03 Schäfer: wir sehen, die Konzentrationen sind ausgebreitet, Trinkwasser ist nicht konatminiert
0:32:50 Dipl.-Ing. Rehnisch (BI): swb und Behörden sitzen schon an einem Tisch; die genannten Werte entstammen den offiziellen Berichten
0:33:45 Frage: Ist man sich in Bremen-Stadt der Dimension des Problems bewusst?
0:34:11 Linnert: Auftragsverwaltung zur Sanierung in unserem Haus, niemand im Senat nimmt das auf die leichte Schulter, warzn auch
0:34:57 Linnert: Traum ist Naherholungsgebiet, aber es dauert lange. Wir müssen Kontakt zu einander organiseren und Misstrauen abbauen
0:36:57 Frage: Erleichtert die Zuständigkeit des Bundes das Verfahren?
0:37:12 Linnert: als saniertes Gebiet hätteich wir es gerne! Bund muss Verantwortung für Schäden übernehmen
0:37:33 Frage: Hat BI das Gefühl, dass der Bunde seinen Verpflichtungen gerecht wird?
0:37:40 Dipl.-Ing. Leber (BI): nur denen, die Bremen auch fordert. Bremen muss alles Machbare auch fordern. Lohse-Vorschlag Brunnen schließen ist keine Ernsthafte Verfolgung Bremer INteressen
0:39:08 Frage: Bundesministerium der Verteidigung wollte niemanden herschicken
0:39:20 Pörtner: Bundesmisterium schrieb, dass Bremer Behörden vollumfänglich eingeweiht seien und Antwort geben könnten.
0:39:33 Linnert: an dem Brief Interesse: Bundeswehr hat Bremen gegenüber klare Zuständigkeiten abgegrenzt
0:39:58 Verlesen des Briefes
0:41:05 Frage: was sagen die Umweltdeputierten dazu? Ist das Thema in Bremen wg. des geringen Handlungsspielraums zu vernachlässigen?
0:41:20 Immhoff: Kompetenzgeschiebe ist das schlimmste, was passieren kann. Bund muss bezahlen, Bremen muss bewerten. Die Abgeordneten müssen am Ball bleiben
0:42:47 Frage (nach Zwischenruf): BI scheitert immer wieder an Bremer Umweltbehörde?
0:42:50 Pörtner: mehr Manpower im Umweltamt erforderlich
0:43:11 Pörtner: laut Experte wäre eine hydraulische Sicherung das Mindest, was im Wasserschutzgebiet stattfinden müsste. Gefahr im Verzug: für das Wasserschutzgebiet
0:43:47 Frage: Antwort des Umweltamtes?
0:43:50 Kumpfer: kein Kompetenzproblem, sehr gute Zusammenarbeit aller Behörden
0:44:44 Kumper: besonders Umweltsenator, hat BI mehrfach eingeladen, es wird also mit allen kommuniziert
0:46:05 Kumpfer: hohe Transparenz: alle Daten werden ständig aktuell ins Netz gestellt und allen zur Verfügung
0:46:32 Frage: Problem der BI mit dieser Darstellung?
0:46:33 Leber: Es gab lediglich einen Termin mit Senator Lohse vor 1,5 Jahren. Nur wegen Nachfragen der BI gab es danach überhaupt einen Masterplan
0:47:11 Leber: Fachkompetenzen werden extern dazu geholt, aber Gutachter ist zugleich Sanierer
0:48:32 Karfusehr: Sanierer ist renomiert und kann alles erforderliche bieten – und machen genau das, wofür sie beauftragt werden
0:50:01 Karfusehr: Auch eine nicht-ausbreitende Schadstoff-Fahne hat einen Sanierungsbedarf
0:50:48 Karfusehr: Grundwasser an sich ist schutzbedürftig, daher Ausbreitung egal, zumal diese stattgefunden hat.
0:52:10 Schäfer: Wir treffen auch nicht jeden Tag den Senator, für Verfolgung des Fortschritts bedarf es nicht eines Senators
0:52:59 Schäfer: Bremer Politik muss gemeinsam handeln wie bei Beschluss zum Schließungswunsch
0:54:50 Rupp: Sanierer und Gutachter sollten nicht eine Firma sein.
0:56:03 Rupp: haben wir eine Chance, die Ausbreitung zu verhindern?
0:57:20 Gottschalk: Züblin saniert und HPC macht Gutachten
0:58:34 Gottschalk: Uneinigkeit über Sanierungsumfang nur im Grenzbereich, im Grunde doch alles richtig
0:59:07 Karfusehr: Sanierer kann alles, aber macht nur beauftragte Leistung
0:59:28 Karfusehr: Umfang ist nicht ausreichend; Gefärdungsbeurteilung/Sanierungsplan zur Ausbreitung Schadstofffahnen erforderlich
1:00:14 Frage: Zahlt der Bund?
1:00:17 Karfusehr: ja, aber Auftrag muss von Bremen kommen
1:00:48 Kumpfer: Feststellung der BI wie bereits vor 1,5 Jahre, dass Sanierungsumfang nicht ausreicht ist zu unkonkret
1:01:09 Frage: Maike Schäfer äußerte aber, man sei wesentlich weiter
1:01:14 Kumpfer: Sanierung ist weiter. Erfolg wird beobachtet, Gutachter schlägt unabhängig weitere Maßnahmen vor
1:01:59 Kumpfer: Gutachter HPC hat Maßnahmen als angemessen dargelegt
1:02:29 Leber: Bewertung des Erfolgt ist strittig. Wenn Fahne angeblich stabil ist, wie kommen dann Konatminationen da hin?
1:03:10 Leber: BI kommuniziert ausschließlich behördlich veröffentlichte Messwerte
1:03:46 Leber: Kommunikation ist weiter schlecht, Hintergrundinfo zum mehrfach thematisierten Interessenskonflikt Gutachter/Sanierer nicht an BI weitergereicht
1:04:00 Leber: Senator muss nicht immer dabei sein, aber Prioritäten anders setzen
1:04:44 Schäfer: klingt zwar toll, aber kann so nicht stehen bleiben
1:05:14 Schäfer: es gibt anscheinend andere Einschätzungen zur Sanierung, dass muss an Behörden und Bund weitergegeben werden
1:06:15 Frage: paralle Sanierungsverfahren?
1:06:31 Karfusehr: große Schadstoffen Fahnen mit BTEX und MTBE, die sich auch anders verhalten. Sanierungsziele und -zeiträume gibt nur Behörde vor
1:08:08 Karfusehr: wenn Behörde fordern würde: kein weiterer Schadstoff-Abstrom innerhalb 1/2 Jahr ist das umsetzbar! Seit Jahrzehnten Stand der Technik
1:08:58 Karfusehr: Fahnensanierung ebenso möglich, beides sollte umgesetzt werden. Es gibt viele Vergleichsprojekte anderenorts
1:09:48 Pörtner: Senator Lohse bat bei Sitzung im letzten Jahr um Information, wenn jemand bekannt wäre, der das so sanieren kann. Hätte er als Fachmann besser wissen müssen.
Seit Bekanntwerden 2006 bis heute 2015 keine varianten – genug Manpower in Behörde?
1:10:46 Pörtner: Auftrag muss von Behörde kommen. Verantwortung liegt bei Ihnen, Herr Kumpfer! Im Namen aller Bürger, die hier wohnen: Finden Sie eine Lösung, dass es schneller geht!
1:11:21 Frage: War der Kabinettskollege da etwas flapsig?
1:11:27 Linnert: ich war nicht dabei. Herr Lohse ist nicht da. Ich will was zur Sache sagen, alles andere ist mir zu albern.
1:11:54 Linnert: Bund hat beauftragt, wie von Behörde durchgeführt. Aus unserer Sicht ist die Fahne stabil – ein Ziel erreicht
1:12:27 Linnert: wenn jemand ein Konzept hat, wie es schneller/besser geht: mit dem Bund sprechen. Bremer Senat hat kein Interesse an Low-Budget- oder langsamer Lösung
1:13:28 Lennert: rechtliche Möglichkeiten zu prüfen, aber ich habe verstanden: was gemacht wird ist nicht das allerbeste, was man tun kann
1:14:21 Frage: kein neues Verfahren, sondern nur behördlicher Auftrag erforderlich=
1:14:38 Linnert: finde das Erreichte beeindruckend. WIr wollen, dass es vorwärts geht, kein Interesse zu vertuschen
1:15:14 Linnert: wenn man schneller Wasser nach oben fördert geht nicht
1:15:25 Linnert: Kalkulation bis 2040 ist Horror! Wir wollen es so schnell es geht geht. Wenn es so ginge würden wir es machen!
1:16:14 Rehnisch: z.Z. wird über 5 von 6 Brunnen saniert, soll nach 5 Jahren Sanierung auf 11 verstärkt werden.
1:16:29 Rehnisch: In Sanierungsanordnung aus Ihrem (an Herrn Kumpfer gerichtet) Bereich steht, dass Abstrom zu verhindern ist. Warum ist das nach 5 Jahren nicht passiert? Abstrom verhindern, statt weitere 20 Jahre  Grundwasser zu verseuchen
1:17:40 Frage: Womit steht oder fällt Intensivierung des Sanierungsprozesses?
1:17:53 Kumpfer: tragfähiges Konzept mit der Expertise, dass es funktionert. Momentan Meinungen Kafusehr und Gutachter Bundeswehr. Debatte wurde schon bei Veranstaltung in Haus Blomedahl geführt (Anm. Ende 2012)
1:18:46 Frage: können diese 2 Position an einem Tisch darüber reden?
1:18:53 Kumpfer: wir haben das mit den Gutachtern debatiert. Ich kann die Debatte heute nicht führen
1:19:35 Zwischenruf: Frau Bürgermeisterin, wir haben Problem, dass Bundeswehr mauert. Haben Bundeswehr und Oberfinanzdirektion in Blumenthaler Beirat eingeladen,
um Masterplan zu erklären. OFD Hannover hatte sich bereiterklärt, Bundeswehr hat es verboten! Vielleicht können Sie als Bürgermeisterin mit Frau von der Leyen sprechen, dass sich die Bundeswehr hier mal zeigt.
Wir wollen nur Informationen
1:20:45 Frage: Ein wesentlicher Akteur ist also nicht so kooperativ, wie von Dr. Kumpfer geschildert
1:20:55 Linnert: Ich würde es besser finden, wenn die BW jemanden schicken würde. Brauchen Aussage-Genehmigung. Wenn Stilllegungsbeschluss ergangen ist, wird es mit Zuständigkeiten einfacher sein.
1:21:22 Linnert: es wäre besser, wenn man sich regelmäßog alle 8 Wochen in etwas kleinerem Kreis treffen würde, um Vertrauen aufzubauen und sich jemand von der BW beteiligen würde.
Besser als gegenseitiges Misstrauen, das ist für mich Lehre aus heutigem Abend!
1:22:10 Linnert: wir brauchen verlässlichen, klar terminierten Prozess der Verständigung
1:22:20 Kumpfer: Ich biete der Bürgerinitiative noch einmal an mit Ihnen (deutet auf Herrn Karfusehr) zusammen zu mir ins Haus zu kommen und gemeinsam mit unseren Fachleuten Ihre Vorstellungen vorzutragen und zu diskutieren
1:22:46 Frage: Fragen aus dem Publikum
1:23:20 Schlätzer (Anwohner): Warum hat man nicht schon mal ein 2. Gutachten eingeholt, Herr Kumpfer?
1:24:05 Schlätzer: Es geht nicht an zu sagen, die BW sei zuständig. Sie sind zuständig, die Sanierung durchzuführen
1:24:39 Schlätzer: Warum ist die Staatsanwaltschaft bei solch einem Umweltschaden nicht tätig geworden? Strafantrag wurde vom Senator für Umwelt einen Tag vor Fernsehsendung Panorama 3 in 2013. Daher verjährt. Behörde weiss darum seite langem, aber stellt keinen Strafantrag
1:25:54 Kumpfer: Es gibt keine 2. Partei und wir haben keinen begründeten Zweifel. Das könnten wir gegenüber der Finanzsenatorin auch gar nicht plausibel vermitteln.
1:26:39 Frage: 2. Partei ist die BI bzw. Herr Karfusehr aber keine offizielle 2. Partei
1:26:46 Kumpfer: die BI könnte ein Gutachten in Auftrag geben
1:26:50 Pörtner: wir Bürger sind schon geschädigt genug
1:27:00 Linnert: bei Genehmigung gab des die Kritik noch nicht, jetzt tauchen Zweifel auf
1:27:55 Linnert: ich muss rausfinden, ob die Bundeswehr den Auftrag rückgängig machen kann. Die Frage ist, was das 2. Gutachten helfen soll
1:28:37 Frage: Herr aus Publikum behauptet, dass Bremen sehr wohl zuständig ist, und das nicht auf BW und BMdV schieben kann
1:28:50 Kumpfer: Zuständigkeit für Kosten der Sanierung und Untersuchung ist klar beim Bund. Umweltsenator ist als Bodenbehörde zuständig zu entscheiden, welche Gutachten erfordlich sind und welches Sanierungsverfahren anzuwenden ist.
1:29:58 Karfusehr: Zuständigkeiten also klar. Aus eigener Erfahrung helfen Gegengutachten nicht, Prozess zu beschleunigen
1:31:00 Karfusehr: Behörde hat alles richtig gemacht: Sanierungsziele vorgegeben. Werden diese Umgesetzt? Verschiedene Meinungen.
1:32:20 Kumpfer: Sie haben offensichtlich Vorchläge, das anders zu tun. Dissenz gilt es aufzuklären
1:32:46 Leber: Guter Weg, wir wollen eigentlich alle das selbe. Wir freuen uns besonders über die Einladung
1:33:00 Leber: Wie geht es mit dem zur Zeit abgesperrten Landschaftsschutzgebiet weiter? Gibt es wieder eine Zuständigkeitsdebatte, werden Bremer Bürgerwünsche mit dem Bund kommuniziert, oder wird abgewartet?
1:34:16 Frage: Leiter Gewerbaufsicht Bremen schreibt 17.09.2014 formale Stillegung wird erwartet. Liegt diese Stillegungsanzeige bereits vor?
1:35:13 Linnert: (Kopfschütteln)
1:35:15 Frage: Gibt es eine Vorstellung, wann das der Fall ist?
1:35:19 Linnert: Ja, Variantenprüfung wird gemacht. Ich gehe davon aus, das der Antrag im 1. Halbjahr dieses Jahres erfolgt. Bundeswehr schlägt vor, wir müssen genehmigen.
1:35:50 Frage: wer genau muss genehmigen? Das Parlament?
1:35:54 Linnert: Das Gewerbeaufsichtsamt
1:36:00 Frage: Es braucht diese Anzeige, damit die nächsten Schritte erfolgen können
1:36:07 Kumpfer: BImSchG regelt das klar in §15. Anlagenbetreiber soll bei Stilllegungsabsicht Unterlagen beifügen, wie Rückbau kein Beeinträchtigung, Schaden, keine Belästigung der Allgemeinheit verursacht.
Bei so großer Anlage komplexer Prozess, wird mit Abteilung Bundesbau und der Gewerbeaufsicht erarbeitet
1:36:58 Zwischenfrage: können Sie Variantenprüfung definieren?
1:37:05 Linnert: Haben wir nicht in Auftrag gegeben und so hat Senat der BB geantwortet: Bund lässt 3 Varianten überprüfen, hinsichtlich was es bringt, Aufwand, Begleitfolgen, Stichwort große Sprengungen, die möglicherweise Häuser beschädigen und wie man mit den dort noch verborgenen Bomben, die es da noch gibt
1:38:00 Linnert: das sind 1. alle Liegenschaften so lassen und leer machen, einfachste Variante; 2. Variante ist Teilrückbau; 3. Variante alles tief im Erdreich rauszieht, entfernt und sprengt
1:38:37 Linnert: diese 3 Varianten werden geprüft, auch hinsichtlich begleitender Folgen wie Belästigung der Anwohner durch Transportkosten, Gefahren durch Kontamination, was heißt das für bestehende Bombenbelastung, wenn man mit schwerem Gerät hingeht, auch ökologisch.
1:39:17 Linnert: Es wird keine geben, die einen glücklich macht. Bund wird sich entscheiden, beim GAA einreichen und Bremen ist verpflichtet zu genehmigen, wenn Voraussetzungen erfüllt sind. Behörde wird nach Eingang im 1. Halbjahr noch 4-5 Monate prüfen.
1:40:25 Frage: Das klingt alles nicht, als ob sich die Anwohner darauf freuen können
1:40:32 Rehnisch: Rückbau generell ist schon erfreulich für uns. Aber Blindgänger geben mir zu denken. 70 Jahre nach dem 2. Weltkrieg ist bekannt, dass die Zünder altern. Das Bombenfeld befindet sich unmittelbar neben den Tanks neben der Schule „In den Sandwehen
1:41:20 Rehnisch: Ich hoffe, dass das bevorzugt kampfmittelfrei gemacht wird.
1:41.27 Pörtner: Naturschutzgebiet „Am Eispohl“ wird zur Zeit Boden abgetragen, damit sich wieder Heide bildet. Kann aber wegen Metallteilen im Boden nicht überall gemacht werden. Wird aus Kostengründen nicht untersucht. Das halte ich für fahrlässig. Der Schutz des Lebens der Anwohner spielt eine zentrale Rolle
1:42:14 Linnert: Ich kann das nicht beurteilen. Als Anwohnerin wäre es mir auch am liebsten, wenn man alles aus dem Boden holt
1:42:45 Linnert: Habe das mit den Bomben gesagt, nicht weil ich Informationen habe, dass jetzt eine Gefahr droht, sondern weil möglichst viel vom Gelände zugängig sein soll. Wegen Bombenfrage sind dem möglicherweise Grenzen gesetzt.
1:43:43 Linnert: Alle Bomben ausbuddeln hat auch folgen, die müssen Sie ausbaden.
1:43:55 Frage: Wissen wir, wie viele es sind?
1:43:58 Linnert: Ja, nein, es gibt Luftaufnahmen. Wie genau, das weiss ich nicht.
KURZER AUFZEICHNUNGSVERLUST
1:44:13 Rupp: Dass wir Naherholung haben wollen finde ich in Ordnung. Mindestens Verladebahnhöfe und Leitungen entfernen, Tanks rausholen eher keine gute Idee. Bomben muss man suchen, das ist bremische Verantwortung
1:44:57 Rupp: BI hat Recht an Beteiligunsprozess, was auf dem Gelände wird
1:45:36 Schäfer: Wir wollen, dass kein Risiko für die Anwohner und die Umwelt mehr von der Anlage ausgehen kann. Einfache Stilllegung reicht nicht. Bombenfrage wichtig, aber was bedeutet Komplettrückbau für den Untergrund und der Kontamination im untergrund?
1:47:03 Schäfer: Ich findes es wichtig, dass auch vom Bund mal jemand da ist. Wenn jemand verantwortlich ist und in der Vergangenheit solche Schäden verursacht hat, gehört er auch hierhin gestellt.
1:47:50 Gottschalck: 1. Bin froh, das diese Sache stillgelegt wird. Das ist ein Riesenerfolg. 2. Gelände gehört nach wir vor dem Bund und haben als Eigentümer Entscheidungsmacht. Variantenauswahl beeinflusst Nachnutzungen. Wie können wir das einschätzen. Sobald man an militärische Fragen kommt mauert der Bund.
1:50:03 Immhoff: Egal welche Variante, darf keine Gefährdung für Menschen ausgehen. Bomben müssen raus. Wir können kein Naherholungsgebiet machen, wo Bomben drin liegen.
1:50:48 Leber: bei Geheimhaltung muss man nicht bis zum Bund schauen: Wir haben GAA nach rechtlicher Grundlage für Nicht-Einsichtnahme in Unterlagen gefragt. Antwort: wir wurden gebeten.
1:51:54 Leber: habe nur wahrgenommen: wir warten mal ab, was der Bund sagt, haben keine Vision, genehmigen dann, was der Bund vorgeschlagen hat. Dann reichen Beamten. Wir müssen Visionen haben.
1:51:55 Frage: Das gefällt nicht, ganz klar. Frau Linnert: Formulierung mit Geheimhaltung klingt anachronistisch bei der Thematik
1:52:15 Linnert: Veröffentlichungen auf Homepage des Umweltsenators sind in der Tat Verstöße gegen Geheimhaltungswünsche. Meinem Staatsverständnis entspricht das nicht. Aber Bundeswehr hat sich auch nicht beschwert.
1:53:04 Linnert: es ist uns nicht egal, was hier passiert. Senat bemüht sich sehr, Entscheidungverfahren so transparent zu gestalten wie das geht
1:53:31 Linnert: Ob es die Möglichkeit gibt, dazu eine Bürgerversammlung zu machen um das Vorzustellen. Ich würde das gut finden. Bund hat kein Interesse am schwarzen Peter. Egal welche Variante: Sie müssen sich auf eine sehr lange Zeit einstellen, wo man da nicht rumspazieren kann.
1:54:52 Rehnisch: Welche Vision haben Sie!
1:54:54 Linnert: Die Vision, dass das ein Naherholungsgebiet gemeinsam mit Niedersachsen ist mit möglichst 100% der Fläche. Nur der Weg dahin ist nicht trivial.

[…] (wird vervollständigt)

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