Tanklager Farge: Aktueller Sachstand und Brunnenwasseruntersuchungen

Der aktuelle Bericht der Verwaltung für die Sitzung der Deputation für Umwelt, Bau, Verkehr, Stadtentwicklung, Energie und Landwirtschaft vom 8. Juni 2017 sowie das Angebot für Brunnenwasseruntersuchungen waren die Schwerpunkte der 19. öffentlichen Informationsveranstaltung des Vereins  „Bürgerinitiative Tanklager Farge“ zum Schutz der Umwelt und  Reinhaltung des Grundwassers in Bremen-Nord und Umgebung e. V., die am 20. Juni 2017 durchgeführt wurde.

Heidrun Pörtner fasste den Bericht der Verwaltung zusammen und wies auf die für die Anwohner wichtigen Aspekte hin. Wesentliche Arbeiten in der jetzigen Stilllegungsphase sind neben der eigentlichen Sanierung Rückbau, Reinigung und Kampfmittelräumung. Der Bericht kann hier nachgelesen werden.

Bericht der Verwaltung (Quelle: http://www.bauumwelt.bremen.de/sixcms/media.php/13/BerichtderVerwaltung_08-06-2017.pdf)

Wir erwarten derzeit dringend die allgemeine Veröffentlichung des eigentlichen 12. Sachstandsberichts zum Stand der Sanierungsmaßnahmen im Tanklager Farge, aus denen insbesondere aktualisierte Werte der laufend überwachten Messstellen hervorgehen. Auf Basis dieser Werte kann die Wirksamkeit der aktuellen Sanierungsmaßnahmen sowie die Ausbreitung der Schadstofffahne geprüft werden. Der Sachstandsbericht ist die Grundlage für den kürzlich veröffentlichten Bericht der Verwaltung.

Auf der Veranstaltung wurde die Teilnahme an einer privat durch ein Labor durchgeführte Brunnenwasseranalyse angeboten. Durch die Untersuchung können Grundstückseigentümer die mögliche Schadstoffbelastung des eigenen Brunnenwassers prüfen. Die Untersuchung ist nun terminiert und wird am 8. Juli 2017 durchgeführt. Wenn sie sich noch beteiligen wollen, wenden sie sich schnellstmöglich an den Verein.
Kleine Faustregel, ob es sich für sie sinnvoll ist: Wenn sie das Gefühl oder gar den Verdacht haben, dass ihr Brunnenwasser einen sehr unangenehmen Geruch nach Kraftstoff hat, dann könnte eine Brunnenwasseruntersuchung Klarheit bringen.

Zum Abschluss der Veranstaltung wurden noch über ein jüngst gestartetes Projekt in Richtung Öffentlichkeitsarbeit berichtet. Es ist in Planung, an öffentlichen Punkten Schilder über das Tanklager aufzustellen. Hierzu sind auch Kontakte zum Denkort Bunker Valentin und zum Geschichtslehrpfad Lagerstraße/U-Boot-Bunker Valentin e.V. aufgenommen worden. Auf der Veranstaltung wurden allererste Entwürfe gezeigt und gemeinsam Ideen ausgetauscht. Es wird eine gemeinsame und öffentliche Erarbeitung der Schilder beabsichtigt. Hierüber werden wir in einem gesonderten Artikel berichten.

Die nächste und 20. Informationsveranstaltung wird im Herbst stattfinden. Wir berichten dann an dieser Stelle.

Advertisements

Neuigkeiten und Angebot für Brunnenwasseranalysen Informationen auf der 19. Anwohnerversammlung

Dienstag, 20. Juni 2017, 17:00 Uhr

im

Gemeindehaus der ev.-ref. Kirchgemeinde Rönnebeck-Farge

Farger Straße 19

14.06.2017 Im Rahmen der regelmäßig veranstalteten Bürgerversammlungen lädt der Vorstand des Vereines „Bürgerinitiative Tanklager Farge“ zum Schutz der Umwelt und  Reinhaltung des Grundwassers in Bremen-Nord und Umgebung e. V. zur 19. öffentlichen Informationsveranstaltung „Neuigkeiten und Angebot für Brunnenwasseranalysen“ ein.

Die Veranstaltung findet am Dienstag, 20. Juni 2017, um 17:00 Uhr, im Gemeindehaus der ev.ref. Kirchengemeinde Rönnebeck-Farge, Farger Straße 19 in 28777 Bremen, statt.

Die Vereinsvorstände Heidrun Pörtner und Olaf Rehnisch referieren rückblickend über die aktuelle Situation. Daneben wollen wir auch wieder das Angebot zur Brunnenwasseruntersuchung vorstellen. Durch eine Brunnenwasseranalyse können sie für ihr eigenes Brunnenwasser auf Kontaminationen prüfen lassen.

In den letzten Monaten konnte der Kontakt zu den zuständigen Behörden weiter ausgebaut werden. Unser Ziel ist es, durch konstruktive Gespräche die Sorgen und Erwartungen der Anwohner und Bürger in den Focus des Bundes und des Landes Bremen zu bringen, in dem wir unsere Forderungen mit fachlichen Argumenten begründen.

Seit 2012 kämpfen wir um eine nachhaltige Sanierung. Betroffen ist das einzige Grundwasserschutzgebiet Bremens, welches die Trinkwasserversorgung für Bremen-Nord sicherstellt. Es ist sehr beunruhigend, dass gegen die Ausbreitung des Grundwasserschadens außerhalb des Tanklagergeländes bis heute keine geeigneten Maßnahmen geplant und umgesetzt sind.

Dieser Informationsabend bietet jedem Gast die Gelegenheit sich darüber zu informieren, wie die Verantwortlichen des Landes Bremen und das zuständige Bundesministerium mit einer der größten Grundwasserkontaminationen in Deutschland verfahren.

Wir freuen uns auf rege Beteiligung.

Was ist erreicht – wie geht es weiter? Informationen auf der 18. Anwohnerversammlung

Montag, 28. November 2016, 19:00 Uhr
im
Gemeindehaus der ev.-ref. Kirchgemeinde Rönnebeck-Farge
Farger Straße 19

 

22.11.2016 Im Rahmen der regelmäßig veranstalteten Bürgerversammlungen lädt der Vorstand des Vereines „Bürgerinitiative Tanklager Farge“ zum Schutz der Umwelt und  Reinhaltung des Grundwassers in Bremen-Nord und Umgebung e. V. zur 18. öffentlichen Informationsveranstaltung „Was ist erreicht – wie geht es weiter?“ ein.

Die Veranstaltung findet am Montag, 28. November 2016, um 19:00 Uhr, im Gemeindehaus der ev.ref. Kirchengemeinde Rönnebeck-Farge, Farger Straße 19 in 28777 Bremen, statt.

Die Vereinsvorstände Heidrun Pörtner und Olaf Rehnisch referieren rückblickend über die aktuelle Situation.

Nach kurzer Vorstellung des letzten Sachstandsberichtes bietet sich die Gelegenheit für alle Teilnehmer, über eigene Erfahrungen zu berichten und miteinander zu diskutieren.

In den letzten Monaten konnte der Kontakt zu den zuständigen Behörden weiter ausgebaut werden. Unser Ziel ist es, durch konstruktive Gespräche die Sorgen und Erwartungen der Anwohner und Bürger in den Focus des Bundes und des Landes Bremen zu bringen, in dem wir unsere Forderungen mit fachlichen Argumenten begründen.

Seit 2012 kämpfen wir um eine nachhaltige Sanierung. Betroffen ist das einzige Grundwasserschutzgebiet Bremens, welches die Trinkwasserversorgung für Bremen-Nord sicherstellt. Es ist sehr beunruhigend, dass gegen die Ausbreitung des Grundwasserschadens außerhalb des Tanklagergeländes bis heute keine Maßnahmen geplant sind.

Dieser Informationsabend bietet jedem Gast die Gelegenheit sich darüber zu informieren, wie die Verantwortlichen des Landes Bremen und das zuständige Bundesministerium mit einer der größten Grundwasserkontaminationen in Deutschland verfahren.

Wir freuen uns auf rege Beteiligung.

Hinweis in eigener Sache:
Wir verzichten vorerst auf die ressourcenaufwändige Erstellung und Verteilung von Flyern. Falls Sie für die Pinnwand oder zur eigenen Weitergabe einen Flyer wünschen, können Sie diesen hier herunterladen:

2016-11-22-flyer-18-burgerversammlung

Flyer 18. Anwohnerversammlung

Die zugehörige Pressemitteilung: 2016-11-22 Pressemitteilung 18. Anwohnerversammlung

Keine Sanierung im Wohngebiet? Antworten bei der 17. Anwohnerversammlung

Dienstag, 07.Juni 2016, 19:00 Uhr
im
Gemeindehaus der ev.-ref. Kirchgemeinde Rönnebeck-Farge
Farger Straße 19

30.05.2016 Mit der offenen Frage „Schadstoff-Fahne im Wohngebiet: keine Sanierung geplant?“ lädt die Bürgerinitiative „Tanklager Farge“ e.V. zur nächsten, regelmäßig veranstalteten Anwohnerversammlungen ein. „Wir sind über den vom Blumenthaler Beirat eingerichteten öffentlichen Tanklagerausschuss sehr froh“ stellt Vereinsvorsitzende Heidrun Pörtner fest. „Dennoch wollen wir aber weiterhin den direkten Dialog zwischen Politiker sowie Behörden und uns Bürgerinnen und Bürgern sicherstellen!“ Daher hat die Bürgerinitiative (BI) neben Abgeordneten der Bürgerschaft und Behördenvertretern auch wieder Umweltsenator Dr. Joachim Lohse und Finanzsenatorin Karoline Linnert eingeladen.

Info Tanklager allg. 2016

Info-Flyer (PDF)

Zu Beginn der Veranstaltung wird ein alternatives Sanierungskonzept vorgestellt werden, welches auch die Schadstoffe außerhalb des Tanklagergeländes, also in den Wohnbereichen berücksichtigt. Hierzu wird Dipl.-Geologe Georg Karfusehr referieren, der als anerkannter Experte für Schadstoffsanierung jahrzehntelange Expertise vorweisen kann. „Dank der von Herrn Karfusehr der BI unentgeltlich zur Verfügung gestellten Ausarbeitungen, können wir zeigen, dass der von der Behörde bisher geplante Sanierungszeitraum von mehr als 30 Jahren deutlich unterschritten werden kann“ freut sich Ingenieur Olaf Rehnisch, stellvertretende Vereinsvorsitzender des Vereins. Senator Lohse hatte im Herbst 2014 in der öffentlichen Baudeputationssitzung in Lüssum diese Unterstützung von den betroffenen Bürgern eingefordert. „Schnellere Sanierungskonzepte liegen also auf dem Tisch“, meint Rehnisch. „Jetzt versuchen wir seit längerem, die zuständigen Stellen dazu zu bewegen, diese auch anzuwenden“

Ein mittlerweile fester Tagesordnungspunkt der Informationsveranstaltungen sind die Berichte über die Entwicklung der Grundwasserschäden die vom Tanklagergelände ausgehen. Der aktuellste Sachstandsbericht wurde bereits von der BI eingefordert. „Leider gibt es hinsichtlich der Informationspolitik noch keinen Automatismus“ stellt Ingenieur Henning Leber, 2. Vorsitzender des Vereins, fest. „Erst auf intensive Nachfrage kommen wir an die zu veröffentlichenden Berichte“, so seine Resümee der letzten Jahre.
Die 17. Anwohnerversammmlung findet statt am Dienstag, 07.Juni 2015, 19:00 Uhr
im Gemeindehaus der ev.-ref. Kirchgemeinde Rönnebeck-Farge Farger Straße 19. Der Eintritt ist frei.

Diesen Text als Pressemitteilung: 2016-05-30 Pressemitteilung (PDF)

Informationen aus erster Hand: Tanklagerausschuss des Beirats Blumenthal am Montag, 22. Februar

Trinkwasser - unser höchstes Gut17.02.2015 Von mehreren Stellen offiziell bestätigte endgültigen Schließung des Tanklagers, ausgeschlossener Verkauf oder Betrieb als Tanklager und bereits begonnene Rückbaumaßnahmen – wichtige Pflöcke wurden im letzten Jahr eingeschlagen. Nun ist nicht nur die Sanierung Bremens einziger eigener Trinkwasserquelle vorrangige Aufgabe:

Die Sicherung unserer wichtigsten Lebensgrundlage vor weiteren Schadstoffeinträgen muss endlich begonnen werden!

Jeden Tag werden zwar Schadstoffe aus dem Boden geholt, aber es werden weiterhin Gifte in das Grundwasser gespült – ein unhaltbarere Zustand.

Der Ausschuss tagt

Nun kommen die wichtigen Stellen endlich an einem Tisch zusammen: der im Herbst letzten Jahres vom neugewählten Blumenthaler Beirat gegründete Ausschuss zum Tanklager Farge hat am Montag die 2. Sitzung, die wie immer öffentlich stattfindet.

Von Vertretern des Geologischen Dienstes und dem Wasserversorger SWB wollen sich die Ausschussmitglieder und Anwohner über aktuelle Sachstände informieren lassen. Die SWB betreibt u.a. die Trinkwasserbrunnen im gefährdeten Wasserschutzgebiet – übrigens Bremens einzigem Wasserschutzgebiet zur Trinkwassernutzung.

Auch die Vertreter des Vereins „Tanklager Farge“ werden teilnehmen… mit einem detaillierten Fragenkatalog im Gepäck.

Montag, 22. Februar 2016
18:30 Uhr
Gemeindehaus der ev.-ref. Kirchengemeinde Rönnebeck-Farge
Farger Straße 19

Freier Eintritt!

Anwohnerinfo Tanklager – offizielle Bestätigung der Stilllegung

Anwohnerinfo 2016

26.11.2015 Dieser Tage fanden die direkten Anlieger des Tanklagers ein Informationsbroschüre in ihrem Briefkästen (als PDF laden…). Neben den verpflichtenden Informationen zum Verhalten im Störfall bei Betrieb des Tanklagers fand sich schon auf Seite 2 der viel wichtigere Hinweis:

„An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass mit Erlass BMVg IUD I 6 –  Az. 45-10-74/Bremen-Farge vom 27.02.2014 die hier betrachteten Anlagen stillzulegen sind.  Ein Teil der unteriridischen Lagereinrichtungen ist bereits entleert, gasfrei und gewaschen.“

Der Bund, hier die Bundeswehr durch das Bundeswehrdienstleistungszentrum Oldenburg, informiert die „Lieben Nachbarinnen“ und „lieben Nachbarn“ im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland. Hintergrund der Information ist die Einordnung des Tanklagers als Störfallanlage gem. Störfallverordnung nach Bundesimmissionsschutzverordnung (12. BImSchV).

Welche Gefahren gehen aktuell noch vom Tanklager aus?

Hat man sich durch die folgenden Seiten bis zur Seite 7 durchgearbeitet, wird diese Frage wie folgt beantwortet:

„Betriebsbedingte Gefahren – wie zuvor beschrieben – gehen vom Tanklager nicht mehr aus. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass im Rahmen der Stilllegung der ein oder andere Störfall auftreten könnte. Es handelt sich hierbei aber nicht mehr um Störfälle des Tanklagerbetriebes, sondern um Störfälle, die bei jedem Rückbau einer Industrieanlage auftreten können.“

Ja was denn nun?

Die Mischung aus „Verhalten im Störfall im Tanklager“ mit „Stillegung im Gang“ und „keine Betriebsgefahren im eigentlichen Sinne“ kann sicherlich wie folgt interpretiert werden:

  • man will – obwohl nicht mehr wirklich zutreffend – den Betreiberpflichten entsprechen und informiert sicherheitshalber lieber einmal zu viel als zu wenig
  • um das Ganze richtig einzuordnen wird an den zwei o.g. Stellen darauf hingewiesen, dass dies wegen der laufenden Stilllegung eigentlich nicht mehr den Anfordernissen entspricht
  • Man nutzt diesen Weg, um die Anwohner auch selber (und nicht nur durch die BI) über die Stilllegung zu informieren

Schöne Bilder der „unberührten Natur“ sollen das Ganze abrunden.

Offenheit oder mehr Geheimnisse als vorher??

Der Tanklagerausschuss des Beirates Blumenthal wird sich am 26.11.2015 gemeinsam mit den „sachkundigen Bürgern“ ein Bild vor Ort machen. Verwirrung gab es, als die Bundeswehr am Tag zuvor die „sachkundigen Bürger“ erst aus- und dann doch wieder einlud.

Noch fraglicher ist die Tatsache, dass man der vergleichbare Gruppe bei der Besichtigung vor 3 Jahren das Fotografieren erlaubte und nun, da das Tanklager nicht mehr militärisch genutzt und sich nicht mehr in Betrieb befinden soll, das Fotografieren verbieten will. Alle Beteiligten sind daher sehr gespannt, was gezeigt werden wird – und was nicht…

Stilllegungsanzeige veröffentlicht – aber Betrieb bis Ende 2018

Stilllegungsanzeige05.05.2015 Die Stillegungsanzeige, über die wir informierten, wurde mittlerweile auch auf den Seiten des Umweltamtes veröffentlicht (PDF hier ansehen…).

Der Inhalt

Das Dokument birgt in der Kürze seiner Ausführung einige Unschärfen, die es inbesondere von Seiten der Bremer Politik kritisch zu beleuchten gilt:

  • Punkt 5.1 „Vorgesehener Termin der beabsichtigten Betriebseinstellung“
    Wage wird von „voraussichtlich 31.12.2018“ gesprochen
    Der Termin hänge demnach vom Fortgang der Reinigungsmaßnahmen ab, deren Dauer aufgrund der Größenordnung „zur Zeit nicht planbar“ sei.
    Definitv wäre der Termin planbar! Jede gute Planung sollte auf dem Weg zum Ziel Meilensteine haben, an denen die Planung überprüft und ggf. korrigiert werden kann.
    Aber gar „nicht planbar„? Macht man es sich da zu einfach?
  • Punkt 5.2 „Zukünftige Verwendung der Anlage und des Betriebsgrundstücks“
    Vollständige Stilllegung“ und „Teilrückbau“ scheinen beschlossene Sache zu sein. Über den Umfang gibt es aber keine Aussagen. Ob Tanks, Leitungen, Pumpenräume, Gleisanlagen, Verwaltungsgebäude, Umschlagplätze, Verladebahnhöfe – nicht Konkretes ist darüber zu lesen.
  • Ferner wird die „Veräußerung […] der Liegenschaft“ avisiert. Sollten Bremen und Osterholz nicht spätestens jetzt hellhörig werden? Wenn man es ernst meint mit der Nachnutzung als Landschaftsschutzgebiet muss Bremen hier die sprichwörtlichen Pflöcke einschlagen!
  • Punkt 5.5 „Vorhandene Bodenverunreinigungen und vorgesehene Maßnahmen zu deren Beseitigung“
    „Vorhandene bzw. bekannte Bodenverunreinigungen werden aufgenommen und fachgerecht entsorgt“
    Eine sehr interpretierbare Formulierung: steht zu befürchten, daß nur die Verunreinigung selber aufgenommen wird, wie z.Z. beim Abpumpen der Ölphase, aber der verunreinigte Boden einfach hinterlassen wird?
    Die vorhandene Grundwasserverunreinigungen bleiben zudem gänzlich unerwähnt!

Dem Formalismus mag zunächst Genüge getan sein.

Nun ist es an Bremen, daß die weiteren Entwicklung im Sinne Bremens gestaltet, und nicht nur beobachtet werden!

 

Stilllegungsanzeige liegt Bremen endlich vor!

checkliste04.05.2015 Lange stand die Forderung im Raum und wurde nicht zuletzt durch die eindringliche Arbeit der Bürgerinitiative immer wieder am Leben gehalten. Es folgte erst ein einstimmiger Beiratsbeschluss, dann der fraktionsübergreifende, ebenfalls einstimmige Bürgerschaftsbeschluss: Bremen und die Bremer Bürgerinnen und Bürger wünschen keinen weiteren Betrieb dies Tanklagers Farge.

Nun ist ein weiterer, wenn nicht sogar der Meilenstein zur Schließung erreicht. Wie die BI von Finanzsenatorin Karoline Linnert telefonisch mitgeteilt wurde liegt die schriftliche Schließungsanzeige des Bundes nun in Bremen vor.

Warum ist das so wichtig?

Das Tanklager befindet sich bislang im „Stillstandsbetrieb ohne Medium“, ein Schwebezustand, der u.a. den Effekt hat, das die – aus technischer Sicht – völlig veraltete Betriebsgenehmigung noch weiter Bestand hat. Im Klartext: das Tanklager, das unter keinen Umständen heute so genehmigt werden könnte, dürfte zur Zeit noch so weiterbetrieben werden.

Der in der öfffentlichen Wahrnehmung oftmals schon als Stilllegung empfundene Stillstandsbetrieb entspricht vergleichsweise dem Abmelden eines Motorrades zum Saisonende im Herbst, um es dann ohne große Formalien im Frühjahr wieder in Betrieb nehmen zu können.

Ist das Tanklager denn nun endlich geschlossen?

Mit dieser Frage wird sich die BI in weiteren Gesprächen mit den Behörden noch beschäftigen müssen. Denn nach dem Schließungswunsch Bremens, dann der Schließungsabsicht und nun Stillegungsanzeige des Bundes steht zumindest der formale Akt der Stilllegung noch aus. Denn erst wenn das Gewerbeaufsichtsamt als (vermutlich) aufsichtsführende Behörde die Stilllegung offiziell bestätigt kann der Rückbau beginnen.

Der Ball liegt also wieder auf der Bremer Seite. Hier heißt es zügig zu handeln, um unumstößliche Fakten zu schaffen!

Die Zeit „danach“ fängt also bald an

Da das Gelände des Tanklagers neuerdings nicht mehr als „Militärischer Sicherheitsbereich“, sondern nur noch als „Militärischer Bereich“ eingestuft ist, ergibt sich für die Freie Hansestadt Bremen und den Landkreis Osterholz eine sogenannte Planungshoheit.

„Wir erwarten eine offene Informationspolitik und hoffen im Rahmen der Umsetzung der Stilllegung auf selbstauferlegte Rücksichtnahme und Anhörung der Bürger hier vor Ort“, fordert Vereinsvorsitzende Heidrun Pörtner. „Der Sanierungsauftrag für die Schadstofffahnen, ausgehend vom Gelände des Tanklager Farge, wurde seitens bremischer Behörde bis heute nicht formuliert! Somit ist die Reinheit unser aller Trinkwasser weiterhin absolut gefährdet!“

Sanierung optimieren – was ist mit den Gesprächen?

Im Nachgang der Podiumsdiskussion vom 03. März kommt es aber leider erneut zu Unklarheiten zwischen Umweltbehörde und der „Bürgerinitiative Tanklager Farge e.V.“

Damals folgten neben der Bremer Finanzsenatorin Karoline Linnert auch die Umweltdeputiertden aller Bremer Bürgerschaftsfraktionen der Einladung. Lediglich Umweltsenator Dr. Lohse ließ sich terminbedingt vertreten (die ungekürzte Veranstaltung ist hier zu sehen).

Als Vertreter des Umweltsenators sprach Dr. Kumpfer eine Einladung in Richtung des BI und des anwesenden Sachverständigen, Dipl.-Geologe Georg Karfusehr aus. Man wolle „gemeinsam diskutieren“ hieß es noch Anfang März. (im Video bei 1:22′:20“)

Im Nachgang sprach man dann von auf einmal von „verwaltungstechnischen Hürden“, auf Grund derer ein gemeinsames Gespräch aller Seiten, also der Bremer Behörden, der Sanierer, der Bundeswehr und der BI, gar nicht möglich sei. Insbesondere könne man Herrn Karfusehr nicht bezahlen.

„Es ist mindestens fragwürdig, wie man nun versucht Hürden zu rechtfertigen, die es eigentlich nicht gibt!“ wundert sich Henning Leber, stellvertretender Vorsitzende der BI „Offene Zusammenarbeit sieht in unseren Augen anders aus.“, ärgert sich der Ingenieur

Mit der Bundeswehr sprechen – oder doch nicht?

Nach vielen Vorgespräch soll es nun doch noch am 13. Mai zum Gespräch kommen – wenngleich es auch wieder unsicher ist, ob es wenigstens diesmal mit Beteiligung der Bundeswehr stattfinden wird.

Parallel steht die Bürgerinitiative außerdem selber im direkten Kontakt mit zuständigen Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr in Hannover und versucht Überzeugungsarbeit im Sinne der hohen Anforderungen des Grundwassersschutzes für das Grundwasser in Bremen-Nord, zu leisten.

Informiert bleiben: nächste Bürgerversammlung

In dieser Sache weist die BI schon jetzt auf auf die nächste Bürgerversammlung am 02. Juni 2015 hin. Hier wird unter anderem von dem Gespräch mit der Bundeswehr sowie der Stilllegungsanzeige berichtet werden.

Pressemitteilung hier lesen …

 

14. Bürgerversammlung: Podiumsdiskussion „Endlich Klartext !?“ (Video)

29.03.2015 Der Umfang und die Geschwindigkeit der Sanierung – ein immer wieder kontrovers diskutiertes Thema, auch im Rahmen der Podiumsdikussion. Aber auch erstaunliche Hightlights, z.B.

  • 0:39:08 Bundeswehr schreibt der BI, die Bremer Behörden seien vollumfänglich informiert, daher brauch man nicht teilzunehmen. Dies ist den Bremer Behörden aber nicht bekannt!
  • 1:22:20 Vertreter des Bremer Umweltsenators lädt Bürgerinitiative und unabhängigen Experten zu gemeinsamen Gespräch mit den Gutachtern ein!
  • 1:37:05 anscheinend unklare Menge von scharfen Blindgängern in der Nähe der Tanks neben der Schule „In den Sandwehen“!

Hier das Video zur Podiumsdiskussion:

Video direkt bei YouTube ansehen…

Minutenprotokoll

Das Protokoll gibt die Beiträge nur grob inhaltlich und nicht immer im genauen Wortlaut wieder. Es soll zur Orientierung im Video dienen. Sollten Zusammenfassungen missverständlich sein, bitten wir um einen entsprechenden Hinweis.

0:00:20 Begrüßung durch Moderator Dr. Martin Busch
0:01:05 Film zur thematischen Einführung
0:07:18 Überleitung
0:08:40 Vorstellung der Teilnehmer
0:12:02 Frage: Wie lange hat die Anwohnerwarnung noch Bestand?
0:13:40 Frage: Grund zur Freude?
0:13:54 Linnert: Entgegengesetze Einschätzung: keine Ausbreitung der Schadstoffe
0:16:40 Frage: Hat die Grundwassersanierung wirklich begonnen?
0:17:00 Frage: Wieweit kennen die Umweltdeputierten den Stand?
0:19:20 Frage: Wie beurteilt der Experte die Sanierung?
0:21:42 Dipl.-Geol. Kafusehr: parallele Maßnahmen könnten die Sanierung Beschleunigen
0:22:25 Frage: wer müsste parallele Maßnahmen beauftragen?
0:22:35 Karfusehr: das Umweltamt Bremen
0:22:56 Frage: Wie beurteilt das Umweltamt diese Einschätzung?
0:23:06 Kumpfer: Grundwasserströmung war gar nicht Thema der Einladung
0:24:30 Kumpfer: der Prozess ist nicht zu beschleunigen
0:24:34 Frage: Empörung der BI bzgl. Aussage die Schadstofffahne sei geschlossen?
0:25:18 Pörtner: swb sieht diese Gefahr, nicht nur die BI
0:25:38 Frage: möchte die CDU die Grünen für diese Umweltpolitik kritisieren?
0:25:54 Imhoff (CDU): Das darf kein Wahlkampfthema sein. Die anwesenden Fachpolitiker sind keine Experten. Bei Bedenken swb 3, Gutachter beauftragen
0:27:03 Frage: Wird alles unternommen, um das Problem schnellstmöglich anzugehen?
0:27:22 Rupp (Die Linke): Verschmutzung wird verlangsamt, aber saniert wird noch nicht
0:29:20 Gottschalk (SPD): Bund ist in finanzieller Verpflichtung. swb beobachtet nur, hat sich aber nicht gemeldet. Dem muss nachgegangen werden.
0:30:34 Dr. Schäfer (Die Grünen): swb sieht die Gefahr. swb und Sanierer sollten an einen Tisch
0:31:36 Zwischenruf: Seit 2 Jahren wird nur diskutiert
0:31:58 Schäfer: alle Akteure sollten sich gemeinsam hinsetzen
0:32:03 Schäfer: wir sehen, die Konzentrationen sind ausgebreitet, Trinkwasser ist nicht konatminiert
0:32:50 Dipl.-Ing. Rehnisch (BI): swb und Behörden sitzen schon an einem Tisch; die genannten Werte entstammen den offiziellen Berichten
0:33:45 Frage: Ist man sich in Bremen-Stadt der Dimension des Problems bewusst?
0:34:11 Linnert: Auftragsverwaltung zur Sanierung in unserem Haus, niemand im Senat nimmt das auf die leichte Schulter, warzn auch
0:34:57 Linnert: Traum ist Naherholungsgebiet, aber es dauert lange. Wir müssen Kontakt zu einander organiseren und Misstrauen abbauen
0:36:57 Frage: Erleichtert die Zuständigkeit des Bundes das Verfahren?
0:37:12 Linnert: als saniertes Gebiet hätteich wir es gerne! Bund muss Verantwortung für Schäden übernehmen
0:37:33 Frage: Hat BI das Gefühl, dass der Bunde seinen Verpflichtungen gerecht wird?
0:37:40 Dipl.-Ing. Leber (BI): nur denen, die Bremen auch fordert. Bremen muss alles Machbare auch fordern. Lohse-Vorschlag Brunnen schließen ist keine Ernsthafte Verfolgung Bremer INteressen
0:39:08 Frage: Bundesministerium der Verteidigung wollte niemanden herschicken
0:39:20 Pörtner: Bundesmisterium schrieb, dass Bremer Behörden vollumfänglich eingeweiht seien und Antwort geben könnten.
0:39:33 Linnert: an dem Brief Interesse: Bundeswehr hat Bremen gegenüber klare Zuständigkeiten abgegrenzt
0:39:58 Verlesen des Briefes
0:41:05 Frage: was sagen die Umweltdeputierten dazu? Ist das Thema in Bremen wg. des geringen Handlungsspielraums zu vernachlässigen?
0:41:20 Immhoff: Kompetenzgeschiebe ist das schlimmste, was passieren kann. Bund muss bezahlen, Bremen muss bewerten. Die Abgeordneten müssen am Ball bleiben
0:42:47 Frage (nach Zwischenruf): BI scheitert immer wieder an Bremer Umweltbehörde?
0:42:50 Pörtner: mehr Manpower im Umweltamt erforderlich
0:43:11 Pörtner: laut Experte wäre eine hydraulische Sicherung das Mindest, was im Wasserschutzgebiet stattfinden müsste. Gefahr im Verzug: für das Wasserschutzgebiet
0:43:47 Frage: Antwort des Umweltamtes?
0:43:50 Kumpfer: kein Kompetenzproblem, sehr gute Zusammenarbeit aller Behörden
0:44:44 Kumper: besonders Umweltsenator, hat BI mehrfach eingeladen, es wird also mit allen kommuniziert
0:46:05 Kumpfer: hohe Transparenz: alle Daten werden ständig aktuell ins Netz gestellt und allen zur Verfügung
0:46:32 Frage: Problem der BI mit dieser Darstellung?
0:46:33 Leber: Es gab lediglich einen Termin mit Senator Lohse vor 1,5 Jahren. Nur wegen Nachfragen der BI gab es danach überhaupt einen Masterplan
0:47:11 Leber: Fachkompetenzen werden extern dazu geholt, aber Gutachter ist zugleich Sanierer
0:48:32 Karfusehr: Sanierer ist renomiert und kann alles erforderliche bieten – und machen genau das, wofür sie beauftragt werden
0:50:01 Karfusehr: Auch eine nicht-ausbreitende Schadstoff-Fahne hat einen Sanierungsbedarf
0:50:48 Karfusehr: Grundwasser an sich ist schutzbedürftig, daher Ausbreitung egal, zumal diese stattgefunden hat.
0:52:10 Schäfer: Wir treffen auch nicht jeden Tag den Senator, für Verfolgung des Fortschritts bedarf es nicht eines Senators
0:52:59 Schäfer: Bremer Politik muss gemeinsam handeln wie bei Beschluss zum Schließungswunsch
0:54:50 Rupp: Sanierer und Gutachter sollten nicht eine Firma sein.
0:56:03 Rupp: haben wir eine Chance, die Ausbreitung zu verhindern?
0:57:20 Gottschalk: Züblin saniert und HPC macht Gutachten
0:58:34 Gottschalk: Uneinigkeit über Sanierungsumfang nur im Grenzbereich, im Grunde doch alles richtig
0:59:07 Karfusehr: Sanierer kann alles, aber macht nur beauftragte Leistung
0:59:28 Karfusehr: Umfang ist nicht ausreichend; Gefärdungsbeurteilung/Sanierungsplan zur Ausbreitung Schadstofffahnen erforderlich
1:00:14 Frage: Zahlt der Bund?
1:00:17 Karfusehr: ja, aber Auftrag muss von Bremen kommen
1:00:48 Kumpfer: Feststellung der BI wie bereits vor 1,5 Jahre, dass Sanierungsumfang nicht ausreicht ist zu unkonkret
1:01:09 Frage: Maike Schäfer äußerte aber, man sei wesentlich weiter
1:01:14 Kumpfer: Sanierung ist weiter. Erfolg wird beobachtet, Gutachter schlägt unabhängig weitere Maßnahmen vor
1:01:59 Kumpfer: Gutachter HPC hat Maßnahmen als angemessen dargelegt
1:02:29 Leber: Bewertung des Erfolgt ist strittig. Wenn Fahne angeblich stabil ist, wie kommen dann Konatminationen da hin?
1:03:10 Leber: BI kommuniziert ausschließlich behördlich veröffentlichte Messwerte
1:03:46 Leber: Kommunikation ist weiter schlecht, Hintergrundinfo zum mehrfach thematisierten Interessenskonflikt Gutachter/Sanierer nicht an BI weitergereicht
1:04:00 Leber: Senator muss nicht immer dabei sein, aber Prioritäten anders setzen
1:04:44 Schäfer: klingt zwar toll, aber kann so nicht stehen bleiben
1:05:14 Schäfer: es gibt anscheinend andere Einschätzungen zur Sanierung, dass muss an Behörden und Bund weitergegeben werden
1:06:15 Frage: paralle Sanierungsverfahren?
1:06:31 Karfusehr: große Schadstoffen Fahnen mit BTEX und MTBE, die sich auch anders verhalten. Sanierungsziele und -zeiträume gibt nur Behörde vor
1:08:08 Karfusehr: wenn Behörde fordern würde: kein weiterer Schadstoff-Abstrom innerhalb 1/2 Jahr ist das umsetzbar! Seit Jahrzehnten Stand der Technik
1:08:58 Karfusehr: Fahnensanierung ebenso möglich, beides sollte umgesetzt werden. Es gibt viele Vergleichsprojekte anderenorts
1:09:48 Pörtner: Senator Lohse bat bei Sitzung im letzten Jahr um Information, wenn jemand bekannt wäre, der das so sanieren kann. Hätte er als Fachmann besser wissen müssen.
Seit Bekanntwerden 2006 bis heute 2015 keine varianten – genug Manpower in Behörde?
1:10:46 Pörtner: Auftrag muss von Behörde kommen. Verantwortung liegt bei Ihnen, Herr Kumpfer! Im Namen aller Bürger, die hier wohnen: Finden Sie eine Lösung, dass es schneller geht!
1:11:21 Frage: War der Kabinettskollege da etwas flapsig?
1:11:27 Linnert: ich war nicht dabei. Herr Lohse ist nicht da. Ich will was zur Sache sagen, alles andere ist mir zu albern.
1:11:54 Linnert: Bund hat beauftragt, wie von Behörde durchgeführt. Aus unserer Sicht ist die Fahne stabil – ein Ziel erreicht
1:12:27 Linnert: wenn jemand ein Konzept hat, wie es schneller/besser geht: mit dem Bund sprechen. Bremer Senat hat kein Interesse an Low-Budget- oder langsamer Lösung
1:13:28 Lennert: rechtliche Möglichkeiten zu prüfen, aber ich habe verstanden: was gemacht wird ist nicht das allerbeste, was man tun kann
1:14:21 Frage: kein neues Verfahren, sondern nur behördlicher Auftrag erforderlich=
1:14:38 Linnert: finde das Erreichte beeindruckend. WIr wollen, dass es vorwärts geht, kein Interesse zu vertuschen
1:15:14 Linnert: wenn man schneller Wasser nach oben fördert geht nicht
1:15:25 Linnert: Kalkulation bis 2040 ist Horror! Wir wollen es so schnell es geht geht. Wenn es so ginge würden wir es machen!
1:16:14 Rehnisch: z.Z. wird über 5 von 6 Brunnen saniert, soll nach 5 Jahren Sanierung auf 11 verstärkt werden.
1:16:29 Rehnisch: In Sanierungsanordnung aus Ihrem (an Herrn Kumpfer gerichtet) Bereich steht, dass Abstrom zu verhindern ist. Warum ist das nach 5 Jahren nicht passiert? Abstrom verhindern, statt weitere 20 Jahre  Grundwasser zu verseuchen
1:17:40 Frage: Womit steht oder fällt Intensivierung des Sanierungsprozesses?
1:17:53 Kumpfer: tragfähiges Konzept mit der Expertise, dass es funktionert. Momentan Meinungen Kafusehr und Gutachter Bundeswehr. Debatte wurde schon bei Veranstaltung in Haus Blomedahl geführt (Anm. Ende 2012)
1:18:46 Frage: können diese 2 Position an einem Tisch darüber reden?
1:18:53 Kumpfer: wir haben das mit den Gutachtern debatiert. Ich kann die Debatte heute nicht führen
1:19:35 Zwischenruf: Frau Bürgermeisterin, wir haben Problem, dass Bundeswehr mauert. Haben Bundeswehr und Oberfinanzdirektion in Blumenthaler Beirat eingeladen,
um Masterplan zu erklären. OFD Hannover hatte sich bereiterklärt, Bundeswehr hat es verboten! Vielleicht können Sie als Bürgermeisterin mit Frau von der Leyen sprechen, dass sich die Bundeswehr hier mal zeigt.
Wir wollen nur Informationen
1:20:45 Frage: Ein wesentlicher Akteur ist also nicht so kooperativ, wie von Dr. Kumpfer geschildert
1:20:55 Linnert: Ich würde es besser finden, wenn die BW jemanden schicken würde. Brauchen Aussage-Genehmigung. Wenn Stilllegungsbeschluss ergangen ist, wird es mit Zuständigkeiten einfacher sein.
1:21:22 Linnert: es wäre besser, wenn man sich regelmäßog alle 8 Wochen in etwas kleinerem Kreis treffen würde, um Vertrauen aufzubauen und sich jemand von der BW beteiligen würde.
Besser als gegenseitiges Misstrauen, das ist für mich Lehre aus heutigem Abend!
1:22:10 Linnert: wir brauchen verlässlichen, klar terminierten Prozess der Verständigung
1:22:20 Kumpfer: Ich biete der Bürgerinitiative noch einmal an mit Ihnen (deutet auf Herrn Karfusehr) zusammen zu mir ins Haus zu kommen und gemeinsam mit unseren Fachleuten Ihre Vorstellungen vorzutragen und zu diskutieren
1:22:46 Frage: Fragen aus dem Publikum
1:23:20 Schlätzer (Anwohner): Warum hat man nicht schon mal ein 2. Gutachten eingeholt, Herr Kumpfer?
1:24:05 Schlätzer: Es geht nicht an zu sagen, die BW sei zuständig. Sie sind zuständig, die Sanierung durchzuführen
1:24:39 Schlätzer: Warum ist die Staatsanwaltschaft bei solch einem Umweltschaden nicht tätig geworden? Strafantrag wurde vom Senator für Umwelt einen Tag vor Fernsehsendung Panorama 3 in 2013. Daher verjährt. Behörde weiss darum seite langem, aber stellt keinen Strafantrag
1:25:54 Kumpfer: Es gibt keine 2. Partei und wir haben keinen begründeten Zweifel. Das könnten wir gegenüber der Finanzsenatorin auch gar nicht plausibel vermitteln.
1:26:39 Frage: 2. Partei ist die BI bzw. Herr Karfusehr aber keine offizielle 2. Partei
1:26:46 Kumpfer: die BI könnte ein Gutachten in Auftrag geben
1:26:50 Pörtner: wir Bürger sind schon geschädigt genug
1:27:00 Linnert: bei Genehmigung gab des die Kritik noch nicht, jetzt tauchen Zweifel auf
1:27:55 Linnert: ich muss rausfinden, ob die Bundeswehr den Auftrag rückgängig machen kann. Die Frage ist, was das 2. Gutachten helfen soll
1:28:37 Frage: Herr aus Publikum behauptet, dass Bremen sehr wohl zuständig ist, und das nicht auf BW und BMdV schieben kann
1:28:50 Kumpfer: Zuständigkeit für Kosten der Sanierung und Untersuchung ist klar beim Bund. Umweltsenator ist als Bodenbehörde zuständig zu entscheiden, welche Gutachten erfordlich sind und welches Sanierungsverfahren anzuwenden ist.
1:29:58 Karfusehr: Zuständigkeiten also klar. Aus eigener Erfahrung helfen Gegengutachten nicht, Prozess zu beschleunigen
1:31:00 Karfusehr: Behörde hat alles richtig gemacht: Sanierungsziele vorgegeben. Werden diese Umgesetzt? Verschiedene Meinungen.
1:32:20 Kumpfer: Sie haben offensichtlich Vorchläge, das anders zu tun. Dissenz gilt es aufzuklären
1:32:46 Leber: Guter Weg, wir wollen eigentlich alle das selbe. Wir freuen uns besonders über die Einladung
1:33:00 Leber: Wie geht es mit dem zur Zeit abgesperrten Landschaftsschutzgebiet weiter? Gibt es wieder eine Zuständigkeitsdebatte, werden Bremer Bürgerwünsche mit dem Bund kommuniziert, oder wird abgewartet?
1:34:16 Frage: Leiter Gewerbaufsicht Bremen schreibt 17.09.2014 formale Stillegung wird erwartet. Liegt diese Stillegungsanzeige bereits vor?
1:35:13 Linnert: (Kopfschütteln)
1:35:15 Frage: Gibt es eine Vorstellung, wann das der Fall ist?
1:35:19 Linnert: Ja, Variantenprüfung wird gemacht. Ich gehe davon aus, das der Antrag im 1. Halbjahr dieses Jahres erfolgt. Bundeswehr schlägt vor, wir müssen genehmigen.
1:35:50 Frage: wer genau muss genehmigen? Das Parlament?
1:35:54 Linnert: Das Gewerbeaufsichtsamt
1:36:00 Frage: Es braucht diese Anzeige, damit die nächsten Schritte erfolgen können
1:36:07 Kumpfer: BImSchG regelt das klar in §15. Anlagenbetreiber soll bei Stilllegungsabsicht Unterlagen beifügen, wie Rückbau kein Beeinträchtigung, Schaden, keine Belästigung der Allgemeinheit verursacht.
Bei so großer Anlage komplexer Prozess, wird mit Abteilung Bundesbau und der Gewerbeaufsicht erarbeitet
1:36:58 Zwischenfrage: können Sie Variantenprüfung definieren?
1:37:05 Linnert: Haben wir nicht in Auftrag gegeben und so hat Senat der BB geantwortet: Bund lässt 3 Varianten überprüfen, hinsichtlich was es bringt, Aufwand, Begleitfolgen, Stichwort große Sprengungen, die möglicherweise Häuser beschädigen und wie man mit den dort noch verborgenen Bomben, die es da noch gibt
1:38:00 Linnert: das sind 1. alle Liegenschaften so lassen und leer machen, einfachste Variante; 2. Variante ist Teilrückbau; 3. Variante alles tief im Erdreich rauszieht, entfernt und sprengt
1:38:37 Linnert: diese 3 Varianten werden geprüft, auch hinsichtlich begleitender Folgen wie Belästigung der Anwohner durch Transportkosten, Gefahren durch Kontamination, was heißt das für bestehende Bombenbelastung, wenn man mit schwerem Gerät hingeht, auch ökologisch.
1:39:17 Linnert: Es wird keine geben, die einen glücklich macht. Bund wird sich entscheiden, beim GAA einreichen und Bremen ist verpflichtet zu genehmigen, wenn Voraussetzungen erfüllt sind. Behörde wird nach Eingang im 1. Halbjahr noch 4-5 Monate prüfen.
1:40:25 Frage: Das klingt alles nicht, als ob sich die Anwohner darauf freuen können
1:40:32 Rehnisch: Rückbau generell ist schon erfreulich für uns. Aber Blindgänger geben mir zu denken. 70 Jahre nach dem 2. Weltkrieg ist bekannt, dass die Zünder altern. Das Bombenfeld befindet sich unmittelbar neben den Tanks neben der Schule „In den Sandwehen
1:41:20 Rehnisch: Ich hoffe, dass das bevorzugt kampfmittelfrei gemacht wird.
1:41.27 Pörtner: Naturschutzgebiet „Am Eispohl“ wird zur Zeit Boden abgetragen, damit sich wieder Heide bildet. Kann aber wegen Metallteilen im Boden nicht überall gemacht werden. Wird aus Kostengründen nicht untersucht. Das halte ich für fahrlässig. Der Schutz des Lebens der Anwohner spielt eine zentrale Rolle
1:42:14 Linnert: Ich kann das nicht beurteilen. Als Anwohnerin wäre es mir auch am liebsten, wenn man alles aus dem Boden holt
1:42:45 Linnert: Habe das mit den Bomben gesagt, nicht weil ich Informationen habe, dass jetzt eine Gefahr droht, sondern weil möglichst viel vom Gelände zugängig sein soll. Wegen Bombenfrage sind dem möglicherweise Grenzen gesetzt.
1:43:43 Linnert: Alle Bomben ausbuddeln hat auch folgen, die müssen Sie ausbaden.
1:43:55 Frage: Wissen wir, wie viele es sind?
1:43:58 Linnert: Ja, nein, es gibt Luftaufnahmen. Wie genau, das weiss ich nicht.
KURZER AUFZEICHNUNGSVERLUST
1:44:13 Rupp: Dass wir Naherholung haben wollen finde ich in Ordnung. Mindestens Verladebahnhöfe und Leitungen entfernen, Tanks rausholen eher keine gute Idee. Bomben muss man suchen, das ist bremische Verantwortung
1:44:57 Rupp: BI hat Recht an Beteiligunsprozess, was auf dem Gelände wird
1:45:36 Schäfer: Wir wollen, dass kein Risiko für die Anwohner und die Umwelt mehr von der Anlage ausgehen kann. Einfache Stilllegung reicht nicht. Bombenfrage wichtig, aber was bedeutet Komplettrückbau für den Untergrund und der Kontamination im untergrund?
1:47:03 Schäfer: Ich findes es wichtig, dass auch vom Bund mal jemand da ist. Wenn jemand verantwortlich ist und in der Vergangenheit solche Schäden verursacht hat, gehört er auch hierhin gestellt.
1:47:50 Gottschalck: 1. Bin froh, das diese Sache stillgelegt wird. Das ist ein Riesenerfolg. 2. Gelände gehört nach wir vor dem Bund und haben als Eigentümer Entscheidungsmacht. Variantenauswahl beeinflusst Nachnutzungen. Wie können wir das einschätzen. Sobald man an militärische Fragen kommt mauert der Bund.
1:50:03 Immhoff: Egal welche Variante, darf keine Gefährdung für Menschen ausgehen. Bomben müssen raus. Wir können kein Naherholungsgebiet machen, wo Bomben drin liegen.
1:50:48 Leber: bei Geheimhaltung muss man nicht bis zum Bund schauen: Wir haben GAA nach rechtlicher Grundlage für Nicht-Einsichtnahme in Unterlagen gefragt. Antwort: wir wurden gebeten.
1:51:54 Leber: habe nur wahrgenommen: wir warten mal ab, was der Bund sagt, haben keine Vision, genehmigen dann, was der Bund vorgeschlagen hat. Dann reichen Beamten. Wir müssen Visionen haben.
1:51:55 Frage: Das gefällt nicht, ganz klar. Frau Linnert: Formulierung mit Geheimhaltung klingt anachronistisch bei der Thematik
1:52:15 Linnert: Veröffentlichungen auf Homepage des Umweltsenators sind in der Tat Verstöße gegen Geheimhaltungswünsche. Meinem Staatsverständnis entspricht das nicht. Aber Bundeswehr hat sich auch nicht beschwert.
1:53:04 Linnert: es ist uns nicht egal, was hier passiert. Senat bemüht sich sehr, Entscheidungverfahren so transparent zu gestalten wie das geht
1:53:31 Linnert: Ob es die Möglichkeit gibt, dazu eine Bürgerversammlung zu machen um das Vorzustellen. Ich würde das gut finden. Bund hat kein Interesse am schwarzen Peter. Egal welche Variante: Sie müssen sich auf eine sehr lange Zeit einstellen, wo man da nicht rumspazieren kann.
1:54:52 Rehnisch: Welche Vision haben Sie!
1:54:54 Linnert: Die Vision, dass das ein Naherholungsgebiet gemeinsam mit Niedersachsen ist mit möglichst 100% der Fläche. Nur der Weg dahin ist nicht trivial.

[…] (wird vervollständigt)

14. Bürgerversammlung: Samstag ab 12 Uhr im Radio hören!

2015 03 03 Anwohnerversammlung 0120.03.2015 Interessant und teilweise turbulent – so kann man wohl die fast 2 1/2 Stunden der 14. Bürgerversammlung unter dem Motto „Endlich Antworten !?“ zusammenfassend beschreiben: Politiker, Behörden, externe Experten und Anwohner versuchten gemeinsam – und zum Teil erfolgreich – einen zufriedenstellenden Weg zu finden.

Ein breiter Kanon von Themen, z.B.:

  • Fragen nach geeigneteren Sanierungsansätzen als den bisher verfolgten
  • Gefahren durch immer noch vorhandene gefährliche Blindgänger im Tanklager neben der Schule „In den Sandwehen“
  • eine Einladung des Umweltamtes zur gemeinsamen Diskussion über Sanierunsvarianten
  • Hoffnungen und Wünschen der Anwohner zur Nachnutzung

…und vieles mehr.

Wenn Sie nicht dabei waren, können Sie die Anwohnerversammlung in voller Länge anhören. Ausgestrahlt wir die Sendung an diesem

Samstag, 21.03.2015
ab 12:00 Uhr bei
Radio Weser.TV

über das Radioprohramm von Radio Weser.TV (Links zum Live-Stream / zur Website).
Zu empfangen ist das Radioprogramm von Radio Weser.TV über Antenne auf der 92.5 Mhz im Kabel auf der 101.85Radio Weser TVDie Radioaufzeichnung ebenso wie ein Videomitschnitt werden in Kürze auf der Website veröffentlicht.

Und das schrieben die Print-Medien

überregional