Gefahrstoff MKW


Mineralölkohlenwasserstoffe – aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe

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EU-Gefahrstoffkennzeichnung aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP)

Gesundheitsschädlichkeit: Die potenziellen Auswirkungen von MKW auf die Gesundheit des Menschen variieren stark; sogenannte ‚aromatische‘ MKW können als genotoxische Karzinogene wirken (d.h., sowohl die DNA, das genetische Zellmaterial, schädigen als auch Krebs auslösen), während einige ‚gesättigte‘ MKW sich im menschlichen Gewebe anreichern und zu Nebenwirkungen in der Leber führen können. In dem Gutachten werden einige mögliche Bedenken im Hinblick auf die lebensmittelbedingte Exposition gegenüber MKW angesprochen. [1]

Bei entsprechenden Belastungen können folgende Krankheitssymptome auftreten:

  • Unwohlsein
  • Kopfschmerzen
  • Bronchialerkrankungen
  • Schleimhautreizungen
  • Schwindelgefühl
  • Nervenreizungen
  • Sprech- und Sehstörungen
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Leber- und Nierenschäden bei Langzeitbelastung
  • Benommenheit

Umweltschädlichkeit: Kohlenwasserstoffe machen – nach Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO – den Hauptteil der flüchtigen organischen Verbindungen (abgekürzt auch VOC) aus; diese gelten bei Emission als umweltschädigend. Zwecks Emissions-Reduktion wird z. B. in der Schweiz auf diese Emissionen eine Lenkungsabgabe erhoben. Weiter besitzt Methangas einen erheblichen Treibhauseffekt.[2]

Verwendung: Mineralölkohlenwasserstoffe werden häufig als fossiler Energieträger in Gemischen wie Biogas, Flüssiggas, Benzin, Dieselkraftstoff, Heizöl, Kerosin, Petroleum verwendet, Cyclohexan ist Bestandteil in Motorenbenzin.

Die Kohlenwasserstoffe dienen als Ausgangsstoff für eine Vielzahl von industriell bedeutenden chemischen Synthesevorgängen. Viele besitzen technische Bedeutung, darunter Benzol, Toluol, Xylol und Styrol.[3]

Eigenschaften: Mineralölkohlenwasserstoffe entstehen bei der Raffination von Rohölen, die aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe enthalten. Sie sind in Mineral-, Heiz- und Schmieröl sowie in Benzin- und Dieselkraftstoff enthalten. Im Boden sind sie unter geeigneten Bedingungen abbaubar. Im Wasser sind sie völlig unlöslich, so dass die ungelösten Bestandteile eine monomolekulare Kohlenwasserstoffschicht auf der Oberfläche bilden (Fachausdruck „spreiten“).

Die BTEX-Chemikalien sind farblose Flüssigkeiten, die kaum in Wasser löslich sind (0,2 g/l). Wässrige Lösungen zeigen schon im Konzentrationsbereich von 0,53 bis 1,8 ppm einen erkennbaren Geschmack. Sie haben typische aromatische Gerüche.[3]

Sicherheitshinweise: [2]

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GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP)

[1] Quelle: Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit http://www.efsa.europa.eu/de/press/news/120606.htm
[2] Quelle: Betrieblicher Umweltschutz BW http://www.umweltschutz-bw.de/?lvl=715
[3] Quelle: Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenwasserstoffe

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