09.08.2013 Antwort des GAA auf Frage 9

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  1. Wer wurde wann von der Bundeswehr als Gewässerschutzbeauftragter benannt?
    Wie hat dieser seine Aufgabe wahrgenommen und wo sind dessen Berichte?

Die Standortverwaltung Schwanewede hat mit Schreiben vom 12.02.1996 Herrn Böddecker zum Gewässerschutzbeauftragten (GSB) benannt. Aktuell hat das Bundeswehrdienstleisungszentrum mit Schreiben vom 15.07.2013 Herrn Georg Riemer bestellt.

Der GSB ist u. a. für die Einhaltung wasserrechtlicher Verpflichtungen verantwortlich. In diesem Zusammenhang sind die jährlichen Abwassermengen und die Ergebnisse der Selbstüberwachung mitgeteilt worden. Die Messergebnisse der relevanten Parameter waren bei den vorliegenden Eigenüberwachungen weitgehend unauffällig. Diese Bewertung wurde durch die parallel dazu durchgeführten behördlichen Überwachungen der Einleitung insgesamt bestätigt.

Die Messergebnisse sind also nicht unauffällig, oder gar völlig unauffällig, sonder nur „weitgehend unauffällig“.

Im Umkehrschluss bedeutet dies: die Werte sind teilweise auffällig!

Daher lässt man die die Fragen:
      – wie diese Aufgabe wahrgenommen wird
und
     – wo diese Berichte einzusehen sind
lieber völlig unbeantwortet. Da der GSB vermutlich nicht nur für das Tanklager, sondern auch für die Kaserne Schwanewede als Gesamtheit zuständig ist, kann man in der Gesamtheit der Ergebnisse hervorragend Auffälligkeiten statistisch „bereinigen“ – ist dies der Grund, warum die Frage nach den Unterlagen unbeantwortet bleibt?

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09.08.2013 Antworten des GAA auf Frage 5

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  1. Wenn, wie von Seiten der beteiligten Behörden – insbesondere des GAA – stets versichert wird, das Tanklager sei sicher, warum werden dann lt. Bundesbauverwaltung u. a. nachfolgende Maßnahmen für notwendig gehalten?    
    • MSR-Vernetzung     1.000.000 €
    • Erneuerung Füllstandsanzeigen   1.400.000 €
    • Aufarbeiten unterirdischer Rohrleitungen 1.000.000  €

Zu Frage 5:
Ein derart umfangreicher Betrieb wie das Tanklager erfordert permante Wartung und Instandhaltung. Ausgaben in Millionenhöhe sind daher kein Zeichen für unsichere Betriebszustände.

Es geht eigentlich nicht darum, daß geplante, präventive Instandhaltung elementar ist zum sicheren Betrieb einer Anlage.
Die Frage, warum zusätzliche Investitionen, also nicht Instandhaltungkosten sondern Extraaufwand in Millionenhöhe erforderlich ist, wenn alles „auf Stand der Technik“ und „sicher“ ist?

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09.08.2013 Antworten Teil 1 des GAA auf Fragen 1, 2, 3, 4, 13

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  1. Wie kann es zu der dortigen Aussage kommen, das Tanklager sei sicher, wenn dem GAA noch nicht einmal – nach eigenem Bekunden vom 23.04.2013 – bis zum vorgenannten Datum bekannt war, dass auf dem Tanklager den Treibstoffen Additive und/oder Enteisungsmittel zugeführt wurden?
    …bleibt im folgenden vom GAA unbeantwortet (s.u.)!
  1. Ist dem GAA die Lagerung oder Verwendung nachfolgender Stoffe im   Tanklager Farge bekannt:
  • Apollo PRI-1    oder
  • Octel Am. DCI-4A       oder
  • Hitec 580  oder
  • Nalco/Exxon 5403 oder
  • Mobilad F800 oder
  • IPC 4410 oder
  • IPC 4445 oder
  • Fuel System Icing Inhibitor (FSII) oder
  • Anti Icing Additive (AIA) oder
  • PRIST oder
  • DICE oder
  • JP-8 oder
  • 1,2-Dibromethan oder
  • F-34

…bleibt im folgenden vom GAA wg. Geheimhaltung unbeantwortet (s.u.)!

  1. Falls ja, wird gebeten aufzuschlüsseln, welche der Stoffe, zu welchem Zweck, zu welchem Zeitpunkt und wie lange dort Verwendung gefunden haben. Wo und wie ist dies dokumentiert?
    …bleibt im folgenden vom GAA unbeantwortet wg. Geheimhaltung (s.u.)!
    Zur Klarstellung wird dem GAA mitgeteilt, dass die Bundesregierung bereits in ihrer Unterrichtung an den Deutschen Bundestag vom 25.06.2001 mitgeteilt hat, dass Auskünfte und Informationen zu den unter Ziff. 2 aufgeführten Stoffen, nicht der militärischen Geheimhaltung unterliegen.
    …bleibt im folgenden vom GAA unbeantwortet wg. Geheimhaltung (s.u.)!
  2. Wie ist es möglich, dass, wenn bisher dem GAA unbekannte Stoffe auf dem Tanklager verwendet oder gelagert wurden, vom GAA von einem „gesicherten Betrieb“ ausgegangen wird, da diesem ja dann noch nicht einmal die Verträglichkeit und Haltbarkeit der unbekannten Stoffe mit den im Tanklager eingebrachten und verwendeten Dichtungen bekannt sein kann?
    …bleibt im folgenden vom GAA unbeantwortet wg. Geheimhaltung (s.u.)!
  1. Liegen dem GAA Sicherheitsdatenblätter und chemische Zusammensetzung zum eingelagerten Enteisungsmittel vor?
    Wo liegen sie ansonsten vor?
    Bitte leiten Sie diese an uns weiter!
    …bleibt im folgenden vom GAA unbeantwortet wg. Geheimhaltung (s.u.)!

Zu Ihren Fragen 1 bis 4 und 13: Die gelagerten Additive waren bereits bei unserem Gespräch am 23.04.2013 bekannt, wir konnten sie nur nicht spontan benennen. Aufgelistet sind sie im Sicherheitsbericht, dieser unterliegt allerdings der Geheimhaltung. Uns liegen ebenfalls die aktuellen Sicherheitsdatenblätter dieser Stoffe vor, aus denen die Verträglichkeit und die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen hervorgehen.

Man widerspricht nicht der Tatsache, daß dies vom Mitarbeitern des GAA beim angeführten Gespräch noch verneint wurde. Alle beteiligten Mitglieder der Bürgerinitiative haben einheitlich protokolliert, daß alle Mitarbeiter des GAA sich klar geäußert hatten, daß Ihnen bestimmte Stoffe nicht bekannt seien.

Entsprechend der Betriebssicherheitsverordnung werden Prüfungen vor Inbetriebnahme sowie wiederkehrende Prüfungen bei Lageranlagen/Tanklägern durch zugelassene Überwachungsstellen oder Sachverständige durchgeführt.

Zudem werden Prüfungen nach der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen durchgeführt.

Dabei sind bisher keine sicherheitserheblichen oder gefährlichen Mängel festgestellt worden.

Erstaunlich ist, daß das GAA im Gespräch komplett ahnungslos auftratt und einvernehmlich einräumte, daß die Informationen nicht durchgängig vorlägen, sich jetzt aber sicher gibt, daß dem doch so wäre – welche Aussage ist falsch??

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09.08.2013 Antwort GAA auf Frage 26

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  1. Ferner regelt die VAwS in §8 klar, dass:
    (1) Im Fassungsbereich und in der engeren Zone von Wasser- und Quellenschutzgebieten sind Anlagen […] unzulässig [sind]. Die obere Wasserbehörde kann für standortgebundene oberirdische Anlagen Ausnahmen zulassen, wenn dies überwiegende Gründe des Wohls der Allgemeinheit erfordern. Bitte erläutern Sie, in wiefern das GAA der Ansicht ist, dass hinsichtlich der ausführlich dargelegten Gefährdungspotentiale ein Erfordernis im Sinne des Allgemeinwohls vorliegt.
    (2) In der weiteren Zone von Wasser- und Quellenschutzgebieten sind oberirdische Anlagen der Gefährdungsstufe D, unterirdische Anlagen der Gefährdungsstufen C und D nach § 6 Abs. 3 unzulässig.
    (3) Unbeschadet des Absatzes 2 dürfen in der weiteren Zone von Wasser- und Quellenschutzgebieten nur Anlagen verwendet werden, die mit einem Auffangraum ausgerüstet sind, sofern sie nicht doppelwandig ausgeführt und mit einem Leckanzeigegerät ausgerüstet sind. Der Auffangraum muss das maximal in der Anlage vorhandene Volumen wassergefährdender Stoffe aufnehmen können. […]
    Bitte erläutern Sie, in wiefern das GAA der Ansicht ist, dass die Gesamtanlage diesen Anforderungen entspricht und daher weiterbetrieben werden darf.

Zu Frage 26: Bitte schauen Sie auf die Internetseite des Umweltsenators.

Wollte nicht eigentlich Eingangs das GAA alle Behördenantworten zusammenfassen? Fast schon beängstigend, daß das GAA sich nun gar nicht mehr für die „Verordnung über Anlagen mit wassergefährdenden Stoffen (VAwS)“ zu interessieren scheint. Zumal der letzte Satz der Frage, inwieweit die Anlage diesen Anforderungen entspricht eigentlich nur eindeutig zu beantworten ist: gar nicht!

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09.08.2013 Antwort GAA auf Frage 25

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  1. Es müsste vor einem Betriebsübergang, durch den Verkauf des Tanklagers an einen anderen Betreiber, eine umwelttechnische Überprüfung stattfinden! Wann wird diese vorgenommen? Wir fordern Sie auf, einen unabhängigen Sachverständigen damit zu beauftragen, der den bisherigen beauftragen TÜV ersetzt. Bitte erläutern Sie die gesetzlichen Ausführungen in dieser Sache. Insbesondere vor dem Hintergrund der Verkaufsausführungen der BImA:
    Es wird in diesem Zusammenhang zur Klarstellung und zur Vermeidung von Missverständnissen ausdrücklich darauf hingewiesen, dass mit vorliegendem Verkaufsverfahren kein (weiterzuführender) Betrieb veräußert wird, sondern dass Gegenstand der Veräußerung allein die Liegenschaft mit den vorhandenen technischen Einrichtungen des Tanklagers ist. Ein Erwerber wird also ein stillgelegtes Tanklager, insbesondere ohne das Personal und auch ohne die Geschäftsbeziehungen des früheren Betreibers übernehmen.Diese Ausführungen lassen eigentlich nur den Schluss zu, dass die Betriebserlaubnis mit Übergang des Tanklagers an die BImA erlischt bzw. erloschen ist.
    Bitte nehme Sie auch hierzu ausführlich Stellung.

Zu Frage 25 die Erste: Eine sicherheitstechnische Prüfung nach § 29a BImSchG wurde durch uns gefordert. Diese liegt dem GAA seit dem 06.08.2013 mit gutem Ergebnis vor.

Nach Angaben der Bundeswehr soll eine weitere sicherheitstechnische Prüfung nach § 29a BImSchG auch zum „Stillstandsbetrieb“, evtl. vom TÜV Rheinland, durchgeführt werden. Wann die Beauftragung erfolgt, entzieht sich unserer Kenntnis.

Die Ausführungen im Verkaufsprospekt zum Tanklager waren zunächst fehlerhaft, selbstverständlich will die BImA das Tanklager mit Genehmigung verkaufen.

Ein „ausdrücklicher“ Hinweis der BImA (s.o.) war da wohl nur so rausgerutscht und eigentlich auch gar nicht so gemeint
…und da es nur kritische Fragen gab, hat man den Verkaufsprospekt gleich ganz von der
Seite der BImA entfernt. Womöglich käme sonst noch die Frage auf, warum weder beim Verkauf, noch bei z.B. der kleinflächigen Krebsanalyse die Trassen gar nicht dazugehören…

Wenn die Stilllegung nicht ausdrücklich beantragt wird, erlischt unsere Betriebsgenehmigung 3 Jahre nach Außerbetriebnahme des Lagers. Bis dahin sind die wiederkehrenden Prüfungen weiterhin durchzuführen.

Man muss dies richtig zu deuten wissen: das Tanklager ist nicht stillgelegt, sondern befindet sich z.Z. im sog. „Stillstandsbetrieb„. Damit stellen die Behörden sicher, daß die Betriebserlaubnis nicht abläuft und neu geprüft werden müsste. Denn diese würde mit einwandigen Tanks, einwandigen Leitungen, im Wohngebiet, am Wasserschutzgebiet mit einem Kindergarten auf der Pipeline niemals wieder erteilt werden können!

Im übrigen wird hier auch die umwelttechnische Prüfung beim Übergang von der militärischen Nutzung zur privaten Nutzung angefragt! Die Sondersituation des Tanklagerbetriebes innerhalb des Verteidigungsministeriums ist eine absolute Ausnahme. Im Gegensatz zu privaten Betreibern beansprucht die Bundeswehr, sich dieser Prüfung nicht unterwerfen zu müssen!

Dieser Fragestellung wird ausgewichen indem man etwas völlig anderes beantwortet. Die allgemeinen Vorschriften für die Umweltprüfungen sind im Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) nachzulesen:

 § 1 Zweck des Gesetzes

Zweck dieses Gesetzes ist es sicherzustellen, dass bei bestimmten öffentlichen und privaten Vorhaben sowie bei bestimmten Plänen und Programmen zur wirksamen Umweltvorsorge nach einheitlichen Grundsätzen

1. die Auswirkungen auf die Umwelt im Rahmen von Umweltprüfungen (Umweltverträglichkeitsprüfung und Strategische Umweltprüfung) frühzeitig und umfassend ermittelt, beschrieben und bewertet werden,

2. die Ergebnisse der durchgeführten Umweltprüfungen
a) bei allen behördlichen Entscheidungen über die Zulässigkeit von Vorhaben,
b) bei der Aufstellung oder Änderung von Plänen und Programmen
so früh wie möglich berücksichtigt werden. […]

 Die Sondersituation des Tanklagerbetriebes innerhalb des Verteidigungsministeriums ist eine absolute Ausnahme. Private Betreiber haben sich dieser Prüfung zu unterwerfen!

Zu Frage 25 die Zweite: Gemäß § 8 Abs. 4 VAwS bleiben weitergehende Anforderungen, Beschränkungen oder Ausnahmen durch Wasserschutzgebiets-Verordnungen unberührt. Entsprechend § 5 der Verordnung über die Festsetzung eines Wasserschutzgebietes für das Wasserwerk Blumenthal der Stadtwerke Bremen vom 2. Dezember 1986 bleiben Anlagen weiter zugelassen, die beim Inkrafttreten dieser Verordnung rechtmäßig vorhanden sind, jedoch nicht den Bestimmungen des § 3 entsprechen. Die Behörde kann den Betrieb dieser Anlagen untersagen, wenn das Wohl der Allgemeinheit, insbesondere der Zweck der Wasserschutzgebiets-Verordnung, es erforderlich macht.

Die Prüfungen und Sicherheitsbetrachtungen der unabhängigen Sachverständigen zum Technischen Zustand ergaben bisher keine Beanstandungen. Somit ist nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand davon auszugehen, dass von dem Weiterbetrieb der Anlage keine unmittelbare Gefährdung für das Grundwasser ausgeht. Ein Anlass der Untersagung des Anlagenbetriebs liegt somit nicht vor.

Wie die Behörden immer wieder betonen: ein uraltes Tanklager, daß heute niemals so zu genehmigen wäre, ist sicher und gefährdet niemanden…

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09.08.2013 Antwort GAA zu Frage 24

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  1. Bitte nennen Sie die zitierten „Hinweise in der Literatur“ auf die (militärische) Verwendung von MTBE in Deutschland vor der bekannten zivilen Nutzung ab den 1980er Jahren

Zu Frage 24: Die angeforderten Literaturhinweise wurden Ihnen durch Herrn Wessel bereits mit E-Mail vom 26.04.2013 übermittelt.
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09.08.2013 Antwort GAA auf Frage 23

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  1. Die Besuchergruppe von Beiratsmitgliedern und Bürgerinitiative durfte nicht-ex-geschützte Kameras in den unterirdischen Ex-Schutzbereich Behälterblock 16 mitnehmen bei ausgesprochenem Benutzungsverbot. Was hat die Prüfung des GAA bzgl. der Handhabung des Ex-Schutzes ergeben?

Zu Frage 23: Die Prüfung hat ergeben, dass im Behälterblock schon lange kein Düsenkraftstoff (Jet A-1) mehr gelagert wird, das Ex-Schild wäre also gar nicht nötig gewesen.

Dann hat der begleitende Sicherheitsmeister der Betreiberfirma TanQuid also nur aus Spaß darauf hingewiesen, daß man einen Ex-Schutz-Bereich betritt? Und wenn man Düsenkraftstoff lagert, von dem ja sogar im „leeren“ Tank „nur“ noch ein paar Kubikmeter Reste verbleiben, dann ist der Rest wohl nicht mehr explosionsgefährdet?

Eine wirklich sehr interessante Sichtweise des GAA bezüglich Sicherheit, die für sich spricht!

09.08.2013 Antworten des GAA auf Fragen 12 und 16

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  1. Nach Angaben der behördlichen Teilnehmer wurde die Pegel-Überwachung vom Betreiber entwickelt und erfasst Leckagen im „Bereich 7-12  ℓ “. Dies würde eine Messgenauigkeit des Pegels im Bereich 1/100 mm bedeuten.
    • Welche Funktionsmechanismen liegen der Füllstandsüberwachung zu Grunde?
      …bleibt im folgenden vom GAA unbeantwortet (s.u.)!
    • Wer hat das Messverfahren überprüft?
      Bitte teilen Sie uns mit, wie der Betreiber hier eine Messung garantieren kann, die um den Faktor 10 genauer ist als andere marktübliche Messungen
  1. Wie kann man eine Kontamination zukünftig vermeiden, wenn die Druckprüfung der unterirdischen Leitungen mit Medium erfolgt?
    …bleibt im folgenden vom GAA unbeantwortet (s.u.)!
    Bereits bei der Entstehung eines Haarrisses können 500-1000 ℓ ins Erdreich sickern.

    Die Rohre und die Pipeline sind nach unseren Kenntnisstand weder doppelwandig noch begehbar.Entgegen der eindeutigen Forderung der VAwS §12 (3) Pkt. 1 besteht bei den unterirdischen Rohrleitungen kein Rohr in Rohrsystem!
    Entgegen der VAwS §12 (3) Pkt. 3 sind die diese Leitungen zudem nicht als Saugleitungen ausgebildet, in der die Flüssigkeitssäule bei Undichtheiten abreißen würde.
    Ist dies – insbesondere im Bereich des Wasserschutzgebietes – zugelassen und Stand der Technik?
    …bleibt im folgenden vom GAA unbeantwortet (s.u.)!

Zu Fragen 12 und 16

Dies war ein Missverständnis im Gespräch. Ein Verlust von 10 l wird nur bei den wiederkehrenden Druckprüfungen eines Sachverständigen erkannt. Im Normalbetrieb mit Kraftstoff werden tatsächlich erst Mengen von wenigen hundert Litern als Leckage erkannt. Diese Dichtigkeitsprüfungen im Normalbetrieb stellen eine zusätzliche Sicherungsmaßnahme dar.

Im Umkehrschluss: Mengen, die nicht „wenige hundert Liter“ sind, z.B. 400-500 Liter, sondern „nur“ 200-300 Liter fallen eigentlich gar nicht auf. Ja sie stellen sogar eine „zusätzliche Sicherungsmaßnahme dar“!

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09.08.2013 Antwort GAA auf Frage 21

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  1. Nach unseren Informationen sind die Entlüftungen der Tanks und Rohrleitungen, insbesondere dort wo leichtflüchtige Kraftstoffe wie Gasöl und Kerosin lagern, zur Verhinderung des Austritts von Kohlenwasserstoffen in die Umwelt nicht mit Aktivkohlefiltern (o.ä.) zum Schutz der Mitarbeiter, der angrenzenden Wohngebiete und der Umwelt ausgestattet. Dies ist schon lange Stand der Technik.
  • Warum ist die vorhandene Ausführung der Entlüftung ohne Filterung der KWS so genehmigt und zulässig?
  • Ist aus Sicht des GAA ein Weiterbetrieb unter diesen Voraussetzungen, in Beachtung der extrem großen Mengen an frei werdenden Gasen, zulässig?

Zu Frage 21:

Der Stand der Technik sieht nur bei hochentzündlichen Flüssigkeiten eine Abgasbehandlung oder Rückführung vor, nicht bei Kerosin oder Diesel. Bei Benzin kann wahlweise mit Aktivkohle gefiltert werden oder die Dämpfe können in den Tank zurückgeführt werden. Auf die letztere Weise wird im Tanklager Farge verfahren, das entspricht auch in Zukunft den gesetzlichen Anforderungen.

Das GAA geht also weder auf Mitarbeiterschutz zu (eine Kernaufgabe eines GAA), noch auf den Anwohnerschutz. Das passt zu einem anderen Schreiben des selben Mitarbeiters, in dem ohne Begründung festgestellt wird, daß ausgeblasene Kraftstoffdämpfe keine Gesundheitsgefährdung vorliegen kann hier lesen…

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09.08.2013 Antwort GAA auf Fragen 19, 20, 22

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  1. Wie wird technisch sichergestellt, dass die Belüftung bei der KiTa/WiFo-Wiese wirklich wieder verschlossen ist, bevor die Leitung – sei es auch nur zur Druckprobe – mit Medium und Druck beaufschlagt wird, so dass ein Austreten von Kraftstoffen sicher verhindert wird?
    …bleibt im folgenden vom GAA unbeantwortet (s.u.)!
    Welche Mechanismen schließen eine Fehlbedienung aus?
    …bleibt im folgenden vom GAA unbeantwortet (s.u.)!
  2. Beim (externen) Gespräch eines ehemaligen Mitarbeiters des Tanklagers, wurde der BI berichtet, dass am Hochpunkt im Bereich des Kindergartens in den 90er Jahren noch eine Entlüftung vorhanden gewesen sein soll. Diese wurde später verlegt.
    Unsere Nachfrage bezüglich des jetzigen Ortes der Entlüftung (nicht Belüftung!) wurde nicht eindeutig beantwortet:
  • Wie und wo ist dies technisch dokumentiert?
    …bleibt im folgenden vom GAA unbeantwortet (s.u.)!
  • Wir bitten dringend um  Kenntnisstandmitteilung seitens der Gewerbeaufsicht!
  • Nach unseren Kenntnissen unterliegt eine unterirdische Rohrtrasse mit Lüftungshochpunkt, die direkt durch ein sensibles Wohngebiet führt, einer ständigen dynamischen Anpassung nach Stand der neuesten Technik.  Sind diese Änderungen zeitnah erfolgt?
    …bleibt im folgenden vom GAA unbeantwortet (s.u.)!
    Wir fordern eine sofortige Überprüfung! Bei Nichteinhaltung dieser Norm fordern wir mit Nachdruck die sofortige Stilllegung dieser Trasse.
    Bitte leiten Sie diesen Punkt an der hierfür verantwortlichen Dienststelle unverzüglich weiter!
    …bleibt im folgenden vom GAA unbeantwortet (s.u.)!
  1. Was hat die im Gespräch zugesagte Anfrage des GAA bei der LBEG bzgl. der nicht vorhandenen Informationen zum Verhalten im Störfall bei der KiTa Farge-Rekum ergeben?

Zu Fragen 19, 20 und 22: Auf dem Gelände des Kinder- und Familienzentrum Farge-Rekum befindet sich der Hochpunkt Rekum, die höchste Stelle der Mitteltrasse. Diese Konstruktion bewirkt, dass Kraftstoffe von allein ins Tanklager oder zum Hafen laufen, wenn die Pumpen außer Betrieb sind. Seit den 1970er Jahren befindet sich hier ein Revisionsschacht mit Schiebern, die bei Schiffsbeladung betätigt wurden.

Die Kraftstoffleitungen wurden hier jedoch nicht ent- sondern belüftet. Nach Auskunft der Tanquid werden diese Handräder aber schon viele Jahre nicht mehr genutzt. Zur Be- und Entlüftung der Trasse werden die verdrängten Dämpfe über ein geschlossenes Rohrsystem selbsttätig auf das Betriebsgelände zurückgeführt.

Um den Schacht gefahrlos betreten zu können, wird lediglich der Raum entlüftet. Die Abluft wird, um die KiTa nicht zu belästigen, unterirdisch zur 150m nördlich gelegenen Wiese und dann über das bekannte grüne Rohr nach außen geführt. Bei unserer Besichtigung am 26.03.13 haben wir uns von der Sauberkeit und Geruchsfreiheit des Schachtes überzeugt.

Nach heutigem Kenntnisstand ist klar, daß eine der obigen Aussagen nicht richtig sein kann hier mehr lesen…

Diese Frage ist außerdem zuständigkeitshalber an das niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie weitergeleitet worden, dies hat allerdings noch nicht geantwortet.

Und wann wird das der Fall sein?? Nach 4 Monaten liegt jedenfalls noch keine Antwort vor!

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