Tanklager: Daten und Technik


Baujahr: 1935 – 1943
Das Tanklager wurde im Rahmen der Kriegsvorbereitung des 3. Reichs projektiert und von Zwangsarbeiter, darunter auch Kriegsgefangene errichtet. Es steht in engem historischen und räumlichen Zusammenhang mit dem U-Boot-Bunker „Valentin“, der heute ein Denkort ist.

Inbetriebnahme: 1941
Grundstücksgröße: ca. 316 ha, davon ca.199 ha auf dem Gebiet der Stadtgemeinde Bremen und ca. 117 ha auf dem Gebiet der Gemeinde Schwanewede.

Technik (lt. Verkaufsprospekt):

  • Alle Pumpen- und Schiebewege sind nur manuell steuerbar.
  • Der Betrieb des Tanklagers ist daher personalintensiv.

Anmerkung: das komplett nur einwandig ausgeführte, veraltete Rohr- und Behältersystem kann bei Komplikationen nicht automatisiert gestoppt werden – ein Handeingriff mit entsprechenden Reaktionszeigen ist zwingend erforderlich. Behörden und Umweltsenat stellen hingegen die Anlage als „auf neuestem technischen Stand“ und „sicher“ dar.

Schema unterirdische Tank-Behälter

Schema unterirdische Tank-Behälter

Die einzelnen Tanks sind in Behälterblocks zusammengefasst. Vermutlich hat jeder Block 3-5 Tanks, und eine gemeinsame, ungefilterte Entlüftung haben.
insg. 78 Einzeltanks: unterirdische Röhren 10 m Durchmesser und 50 m Länge (á 3926 m³)

Anmerkung: genietete und dazu einwandige Behälter, die zudem unterirdisch liegen sind laut Behörden und Umweltsenat „auf neuestem technischen Stand“ und „sicher“. Es stellt jedoch den technischen Stand von vor 80 Jahren dar!

Innenansicht eines Tanks

Innenansicht eines Tanks Bild (Quelle: Radio Bremen)

gesamtes Tankvolumen
(lt. Verkaufsprospekt):
312.000 m³, d.h. vermutlich

  • 306.000 m³ unterirdisch
  • 6.000 m³ oberirdisch am Hafen und an der Tankkraftwagen- (TKW)-Befüllstation

Relationen: die Menge entspricht 15.315 Tankwagen-Lkws (Stoßstange an Stoßstange: 287 km); wenn man das Volumen des Siemens-Hochhauses – das höchste Gebäude Bremens – zum Vergleich nehmen würde, müsste es nicht 65 m, sondern 5,7 mal so hoch, nämlich 312 m hoch sein, um dies Volumen an hochtoxischen Treibstoffen zu fassen.

Bremens höchstes Gebäude (61 m) müsste 312 m hoch sein, um - mitten im Wohngebiet - die Lagermenge zu fassen

Bremens höchstes Gebäude (61 m) müsste 312 m hoch sein, um – mitten im Wohngebiet – die Lagermenge zu fassen

Rohrleitungen (lt. Verkaufsprospekt):

  • 125 km unterirdisch (DN 150 – DN 300, d.h. 300 mm Durchmesser)
  • 7,5 km oberirdisch (DN 200 – DN 250)

Wege (lt. Verkaufsprospekt)

  • 10 km Gleise
  • 15 km Straße

Hafen (lt. Verkaufsprospekt):

  • 2 Schiffsanlegestellen bis 9,45 m Tiefgang
  • 6 St. Restebehälter a 100 m³
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